Mittwoch, 16. Mai 2012

Computer sind auch nur Menschen

Uff, huff. Weil ich zur Zeit ein paar freie Tage genieße, habe ich meinen Rechnern ein Ubuntuupgrade verpasst. Den Desktoprechner hatte ich mit vorinstallierter Version 11.10 gekauft und bei ihm war alles schnuckelig. Der bootet auch von sich aus mit erster Priorität vom USB-Stick aus. Rappdizapp war das Thema durch.

Bei meinem Netbook habe ich 2010 das erste Mal 10.10 ausprobiert und das war ein zähes Ringen. Vorher hatte ich auf dem Teil (Asus Eee PC 1005PE) vorinstalliert Windows 7 gehabt, aber das war überhaupt nicht mein Ding. Lustigerweise auch, weil es so quietschbunt war. (Hallo, Unity!) Also war es Zeit für den Wechsel. Leider war Win7 nicht davon begeistert, mich überhaupt mal ans BIOS zu lassen, um dem Netbook einen USB-Stick als mögliches Bootmedium schmackhaft zu machen. So schnell kann kein normaler Mensch eine Funktionstaste drücken. Aber die Boot-CD, die ich auf unserem uralten portablen CD-Laufwerk gebastelt hatte, brachte mich auch nicht so recht nach vorne, selbst als ich den ganzen Vorgang (ISO runterladen, zurechtbrennen, neustarten, Windows hochfahren sehen, neustarten, wie wild F2 drücken, Bootreihenfolge kontrollieren, F10, wieder Windows hochfahren sehen, fluchen und von vorn...) wiederholte. Ich weiß bis heute nicht, was da nicht geklappt hat, vielleicht war es doch das fortgeschrittene Alter des CD-Laufwerks.

Auch die Erstellung eines bootfähigen USB-Sticks erforderte die mehrfache Wiederholung der immer gleichen Schritte, inklusive Windows hochfahren sehen. Sowas von hartnäckig. Ich finde es manchmal mehr als frustrierend, wie irrational Computer sich verhalten. Dass manchmal genau die gleiche Handlungsabfolge den gewünschten Effekt hat und manchmal überhaupt nichts bringt, außer Schaum vorm Mund und grüne Gesichtsfarbe. Ich vergesse immer, mich vorher mit Loki in Verbindung zu setzen, den ich ganz schwer im Verdacht habe, mir gerne mal eine abenteuerliche Form der Unterhaltung verschaffen zu wollen. Mit fällt das immer erst mittendrin ein, wenn es zu spät ist, ihn zu bestechen.

Als es dann irgendwann so weit war und mein Maverick Meerkat lief, war ich sofort komplett verliebt. Bis auf die Tatsache, dass die Helligkeit des Bildschirms sehr uneben verlief. Drücken der Funktionstasten lieferte: Recht dunkel, ein bisschen heller, schwarz, mittelhell, ganz dunkel, gar nicht mal sooo dunkel, fast schon ordentlich hell und mitteldunkel, in dieser Reihenfolge. Und es fehlte richtig hell. Mit Hilfe eines Forums war aber auch das irgendwann zurecht gefrickelt.

Entsprechend mental vorbereitet habe ich dann gestern auch nur minimal geschnauft, als ich auch dieses Mal zweimal dieselbe Datei runterladen und jeweils auf die exakt selbe Art auf den Stick bannen musste, damit irgendwann doch noch der Pangolin auf dem Netbook einziehen konnte. Nun hatte ich gehofft, der Bildschirmbug sei inzwischen beseitigt worden, aber es war wieder derselbe Flickerflackerspaß wie 2010. Ein bisschen mehr Recherche ergab, dass es vielmehr ein Asusproblem ist, das grundsätzlich im BIOS angegangen werden müsste. Also hin zu deren Seite, eine Aktualisierungsdatei runter laden, den sehr spartanischen Begleittext nicht auf Anhieb nachvollziehen können, jedenfalls nicht, um damit an so grundlegenden Teilen meines Rechners zu manipulieren, Email an die Asus-Fredis schicken, ob sie mir ein bisschen ausführlicher erklären können, was ich mit der Datei machen soll.

Fürs Erste hatte ich die Lösung innerhalb Ubuntus zwischengeschoben und damit auch wieder ein betriebsbereites Display, als mich die Antwort erreichte: "Wir unterstützen Linux nicht. Wenn Sie Win7 nicht mehr haben, besorgen Sie sich eine ISO-Datei auf Seite blablabla und dann..." Okay, hilfreich. Also vergurken die das BIOS und obwohl sie auf ihrer Seite eine Linux-geeignete Datei anbieten, meint der gute Mann, weil er davon keinen Plan hat, ich soll doch wieder zu Windows zurück. Das ist, als wenn ich in einen Schuhladen gehe und nach der minimalen Reparatur eines Schnürsenkels frage, wobei ich das auch selber anders machen könnte, aber ich habe halt diese Schuhe bei denen gekauft und die sagen mir dann, ziehen sie doch lieber Gummistiefel an. Wobei ich damit gar nichts gegen Windows und/oder Gummistiefel sagen will, aber das ist nun mal nicht, was ich will. Ich war ja einigermaßen geistig beieinander, als ich das damals runter geschmissen habe.

Ich habe mir jetzt eine Checkliste gemacht, wo im BIOS-Menü ich wirklich die Bootreihenfolge einstelle (nicht bei "boot priority" sondern bei "harddrives", ultra logisch) und was ich bei nächsten Upgrade in welche Zeile der Grubdatei schreiben muss. Das mache ich ja nun nicht alle Nase lang aus lauter Langeweile und das nicht positronische Gehirn kippt leider solche Informationen dann gerne wieder hinten rüber.

Vielleicht erwarte ich auch zu viel Vernunft in einer wirren Welt, wer weiß. Immerhin läuft 12.04 (auf berechtigtes Räuspern des Steppenhundes hin nochmal schnell editiert) bisher problemlos. Ich werde da noch ein paar Eindrücke sammeln und mich dann hier noch mal äußern.

Alles Liebe

Caroona

Montag, 14. Mai 2012

52 Songs - Jugend

Als ich Jugendliche war, war dieser Song noch ein Hit und nicht tabu:


Ich hoffe, wer auch immer dieses Thema vorgeschlagen hat, ist zufrieden mit meiner Wahl ;)

Alles Liebe

Caroona

Samstag, 12. Mai 2012

Einmal Barbie und zurück

Vor einer Weile sah ich die Bilder aus dem Pink & Blue Projekt der Koreanerin Jeong Mee Yoon. Und wurde prompt wieder fuchtig. Rosa macht mich unzufrieden, vorsichtig ausgedrückt. Nicht nur, weil ich persönlich die Farbe nur in Form von Erdbeereis oder ähnlichem mag, sondern auch weil sie ein Symbol für die Schablonen ist, in die Kinder gequetscht werden. Und die sie auch teilweise noch begeistert ausfüllen. Kleine MitläuferInnen, niemand verlässt die Herde, alles so schön einheitlich hier.

Dieses freiwillige, fröhliche Aufsaugen der zugewiesenen Glitzer-Zicken-Hello-Barbie-Rolle ist so unerfreulich und frustrierend, weil ich im Gunde nicht das Recht habe, denen etwas anderes einzureden. Und wieder bin ich diejenige, die nicht reinpasst, die anders ist, die nicht einsehen will, dass Rosa nun mal Mädchenfarbe ist, ist ja ganz offensichtlich, ist ja so niedlich und fluffig und zart und so. Wie kleine Blümchen. Hach.

Aber ist das so? Nein, ist es nicht. Rosa als Mädchending ist eine relativ späte Erfindung. Und die strenge Zuordnung der Strampelanzüge, die es Umstehenden erlaubt, ein Kind geschlechtsmäßig zuverlässig einzusortieren (Wozu ist das überhaupt nötig?), ist auch eher eine Konsumgesellschaftsfrage. Ist halt schön für die Industrie, wenn Eltern das zweite Kind im Zweifelsfall neu einkleiden müssen.

Gainsborough wollte sicherlich diesem Jungen nicht unterstellen, er sei lieber ein Mädchen:

Pink-Boy

Ich habe auch in der einen oder anderen Bilderausstellung Gemälde von Soldaten und jungen Männern gesehen, die Hemden in einer Reihe von Rosatönen trugen. Und auch die sollten vermutlich ein amtliches Bild der Männlichkeit abgeben. Mal abgesehen von den kleinen Jungen, die früher für Photos noch in Kleidchen und Rüschen posierten.

Jo B. Paoletti, eine Historikerin der University of Maryland hat ein Buch darüber geschrieben, wie sich in den USA die Farbzuschreibung entwickelt hat. Ganz früher trugen gerade kleine Kinder noch im Groben weiß, weil sich das kochen ließ, ganz platt gesagt. Als Pastelltöne in Mode kamen, veröffentlichte 1918 das Earnshaw's Infants' Department, der allgemeine Konsens laute, Jungen sollten rosa tragen und Mädchen hellblau, weil Rosa eine entschlossenere und stärkere Farbe sei. Blau sei zarter und anmutiger und damit hübscher für Mädchen. Ich finde das angesichts der Mentalität heute, die das genaue Gegenteil quasi zum Naturgesetz erklärt, einigermaßen witzig. Die Umkehr hat erst in den 40ern stattgefunden.

Und wenn dann heutzutage eine Designerin ihrem Sohn die Fußnägel leuchtend pink lackiert, gibt es einen Aufschrei, dies sei ein "dramatisches Beispiel, wie in unserer Kultur alle Grenzen der Genderindentität verlassen" werden (Dr. Keith Ablow, Psychiater). Auch schön die Behauptung, die Werbung, in der das Bild auftauchte, sei Propaganda für Transgenderkinder. Mal abgesehen von der Frage, ob Transgendersein etwas ist, was ich mir aussuchen könnte, und dass das Beispiele aus den USA sind, schickt doch in Deutschland mal einen Jungen mit rosa Shirt in die Schule. Das Gros der Jungs an unserer Schule würde nicht mal einen rosa Buntstift in die Hand nehmen. Das wäre ja "schwul".

Ich habe leider auch keine richtig zündende Lösung anzubieten für dieses Problem, das vermutlich für die Mehrheit der Bevölkerung nicht mal eins ist. Abgesehen von dem Konsumerismus, der dadurch letztlich befeuert wird und unser aller Ressourcen überstrapaziert, wobei wohl auch die wenigsten der TrendhinterherrennerInnen auf die Produktionsmethoden gucken.

Aber wenn ich gegen Ende dieses Schuljahres noch ein paar Wochen Sexualkunde dazwischen schieben kann, dann glaubt mal, bekommen meine Hasen einen Grundkurs in Farbenlehre. (Neben dem Filmchen über den Transport der Spermien zur Eizelle und dem Teamwork statt Jeder-gegen-Jeden, über das ich auch ein bisschen lachen musste)

Alles Liebe

Caroona

Quellen:

Smithsonian.com

Fox News (Ich weiß, haha)

museumnetwork.uk

Freitag, 11. Mai 2012

Ich brauche ein positronisches Gehirn

Data hatte es gut. Oder wird es gut haben. Egal, das wirklich Wichtige ist: In unsere Köpfe geht beim besten Willen nicht genug hinein. Ich beobachte das jeden Vormittag, am stärksten am Montag, Stichwort Wochenendreset. Hä? Kürzen? Nie gehört.

Caroona war schon immer wissbegierig und hat entsprechend als Kind die Lexikonreihe ihrer Eltern von links nach rechts gelesen. Ernsthaft jetzt. Heutzutage ist aber die weithin bekannte Informationsflut ausgebrochen. Da ist schon während der Lektüre des ersten Bandes der eine oder andere Artikel neu eingefügt worden, einiges wurde geändert und Caroona kommt nicht mit. Ein breites Interessenspektrum kombiniert mit dem dreimal verfluchten Internet führt zu einer Bonbonladensituation vom Allerfeinsten.

Laut einem kürzlich veröffentlichten CNN-Artikel ist die durchschnittliche Beladung eines Gehirns 227 MB, wobei theoretisch 2,5 Petabyte hinein passen sollten. (1 Petabyte = 1000000 Gigabyte) Die 2010 angefalle Menge an digital erstellten Daten ist aber nochmal um einen Faktor von 5000 größer. Auch wenn ich davon beileibe nicht alles wissen will, kommt ja jedes Jahr wieder was dazu, während mein Brägen nicht weiterwachsen wird.

Zwei Möglichkeiten: Heulen über das Luxusproblem, dass ich nicht allem und jedem hinterher rennen kann. Die Grafik sieht sowas von deprimierend aus. Oder aber ich könnte einsehen, dass meine Zeit und mein Speicher begrenzt sind und ich Prioritäten setzen muss. Auf Dauer sicher der Gelassenheit zuträglicher.

Im nächsten Leben wäre ich dann aber gerne entweder eine Amöbe oder ein Android. Mit USB-Slot hinterm Ohr.

Nicht ganz so bierernst grüßt

Caroona

Donnerstag, 10. Mai 2012

So seh ich aus

Geh ich durch die Zoohandlung, mit nach dem Waschen noch nicht ganz trockenen Haaren, einem grünen Shirt mit dem Aufdruck "Dithmarscher Rockfestival 2006", schon etwas ausgeblichen, schiebe einen Wagen mit zwei Säcken Katzenstreu gemütlich durch die Gänge, da werde ich angesprochen.

"Ich brauche was!!! Und zwar Heuschrecken! Habt Ihr die???" Wie ich so bin, lasse ich die gute Frau höflich ausreden, stecke ihr anschließend aber, dass ich gar nicht in dem Laden arbeite.

Sie guckt mich sehr skeptisch an, als wolle ich mich mit einer ganz schlechten Ausrede vor der Schreckenberatung drücken. "Ach! Sieht aber so aus..." Und zieht schnaufend von dannen.

Die Angestellten in diesem Geschäft haben immer ordentliche rote Shirts mit einem Logo darauf an. Aber ich sehe so aus. Okay...

Bin ich eigentlich die einzige, der immer wieder solche Geschichten präsentiert werden? Kann doch nicht sein, oder?

Alles Liebe

Caroona

Mittwoch, 9. Mai 2012

52 Songs - Schulzeit

Ich mache mich jetzt mal sporadisch an die Nachträge. Heute ist die Schulzeit dran. Mein Abitur war 1992 und was glaubt Ihr wohl, ist auf allen Feierlichkeiten rauf und runter gespielt worden?


Ich übe dann derweil an meinem Chnking, damit ich das irgendwann auch mal auf der Uke spielen kann.

Mit unblocker.yt könnt Ihr auch das Original bewundern:
Link...

Ach, hatten wir damals alle Weltschmerz, hahaha.

Alles Liebe

Caroona

Dienstag, 8. Mai 2012

Steak erst ab 12

Damit ist keine uhrzeitliche Einschränkung gemeint, sondern eine Altersangabe. Die bezieht sich auf eine DVD, die der aktuellen Ausgabe der GeoKompakt zum Thema "Gesunde Ernährung" optional beiliegt. Ich war am Wochenende zur Fortbildung im Fachbereich Naturwissenschaften und eine NaWi-Lehrerin dort berichtete von dem Film, inklusive der Bemerkung, dass sie Kindern diesen nicht zeigen würde. Sie meinte, er sei "ab 12", aber ich habe noch nicht nachgeguckt, ob das ihre Einschätzung ist, oder ob das so auf dem Cover steht.

In dem Video werden Bilder aus der bunten weiten Welt der Nahrungsmittelherstellung ohne Kommentar gezeigt. Unter anderem auch Tierhaltung und Schlachtvorgänge. Und an der Stelle muss ich sagen, ich finde das nicht ganz ehrlich, wenn Kindern extra preisgünstiges Fleisch zum Essen vorgesetzt wird, aber bitte niemand den lieben Kleinen sagen darf, wie sich das auswirkt, was ihre Eltern da billigend an Zuständen in Kauf nehmen. Vielleicht sollte es Sparfleisch entsprechend auch erst ab 12 Jahren geben, hahaha.

Aber ich habe auch damals in der Grundschulklasse beim Kleben der Arche-Noah-Collage den dritten Pinguin ertrinken lassen mit den Worten "Der stirbt!" Die Kinder haben vielleicht quadratisch geguckt. Manchmal ist Caroona deutlich weniger flauschig, als sie scheint.

Alles Liebe

Caroona

Montag, 7. Mai 2012

52 Songs - Instrumental

Auch wenn ich derzeit im Ukulelenfieber bin, auf der Welt kommt kein Instument im Klang an das Cello ran. Und nichts auf der Welt toppt in dem Zusammenhang Elgars Konzert in E-Moll. Mir stehen da auf Knopfdruck die Tränen in den Augen. Sorry Klavier, sorry Beethoven, Ihr seid auf dem undankbaren zweiten Platz.


Alles Liebe

Caroona

Und überhaupt.

Aktuelle Beiträge

Und auf die Eindrücke...
Und auf die Eindrücke von 12.04 bin ich gespannt.
steppenhund - 17. Mai, 15:39
Mit C64-Zeiten kann man...
Mit C64-Zeiten kann man nicht den Originalausspruch...
steppenhund - 17. Mai, 15:38
Abgesehen davon
sage ich das aber schon seit C64-Zeiten. Du warst anscheinend...
caroona - 16. Mai, 22:56
Computer sind auch nur...
Uff, huff. Weil ich zur Zeit ein paar freie Tage genieße,...
caroona - 16. Mai, 22:54
Argh, ich habe gelogen
Gleich mal verbessern geh...
caroona - 16. Mai, 22:51

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB


Abstruses
Aktuelles
Alltag
Blog Action Day
Caroonas Woche
Computer
Die Gute Nachricht
Draußen
Elemente
Fangirling
Frauen
Gnarf
Klammer
Miezen
Musik
Projekte
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren