Computer sind auch nur Menschen
Uff, huff. Weil ich zur Zeit ein paar freie Tage genieße, habe ich meinen Rechnern ein Ubuntuupgrade verpasst. Den Desktoprechner hatte ich mit vorinstallierter Version 11.10 gekauft und bei ihm war alles schnuckelig. Der bootet auch von sich aus mit erster Priorität vom USB-Stick aus. Rappdizapp war das Thema durch.
Bei meinem Netbook habe ich 2010 das erste Mal 10.10 ausprobiert und das war ein zähes Ringen. Vorher hatte ich auf dem Teil (Asus Eee PC 1005PE) vorinstalliert Windows 7 gehabt, aber das war überhaupt nicht mein Ding. Lustigerweise auch, weil es so quietschbunt war. (Hallo, Unity!) Also war es Zeit für den Wechsel. Leider war Win7 nicht davon begeistert, mich überhaupt mal ans BIOS zu lassen, um dem Netbook einen USB-Stick als mögliches Bootmedium schmackhaft zu machen. So schnell kann kein normaler Mensch eine Funktionstaste drücken. Aber die Boot-CD, die ich auf unserem uralten portablen CD-Laufwerk gebastelt hatte, brachte mich auch nicht so recht nach vorne, selbst als ich den ganzen Vorgang (ISO runterladen, zurechtbrennen, neustarten, Windows hochfahren sehen, neustarten, wie wild F2 drücken, Bootreihenfolge kontrollieren, F10, wieder Windows hochfahren sehen, fluchen und von vorn...) wiederholte. Ich weiß bis heute nicht, was da nicht geklappt hat, vielleicht war es doch das fortgeschrittene Alter des CD-Laufwerks.
Auch die Erstellung eines bootfähigen USB-Sticks erforderte die mehrfache Wiederholung der immer gleichen Schritte, inklusive Windows hochfahren sehen. Sowas von hartnäckig. Ich finde es manchmal mehr als frustrierend, wie irrational Computer sich verhalten. Dass manchmal genau die gleiche Handlungsabfolge den gewünschten Effekt hat und manchmal überhaupt nichts bringt, außer Schaum vorm Mund und grüne Gesichtsfarbe. Ich vergesse immer, mich vorher mit Loki in Verbindung zu setzen, den ich ganz schwer im Verdacht habe, mir gerne mal eine abenteuerliche Form der Unterhaltung verschaffen zu wollen. Mit fällt das immer erst mittendrin ein, wenn es zu spät ist, ihn zu bestechen.
Als es dann irgendwann so weit war und mein Maverick Meerkat lief, war ich sofort komplett verliebt. Bis auf die Tatsache, dass die Helligkeit des Bildschirms sehr uneben verlief. Drücken der Funktionstasten lieferte: Recht dunkel, ein bisschen heller, schwarz, mittelhell, ganz dunkel, gar nicht mal sooo dunkel, fast schon ordentlich hell und mitteldunkel, in dieser Reihenfolge. Und es fehlte richtig hell. Mit Hilfe eines Forums war aber auch das irgendwann zurecht gefrickelt.
Entsprechend mental vorbereitet habe ich dann gestern auch nur minimal geschnauft, als ich auch dieses Mal zweimal dieselbe Datei runterladen und jeweils auf die exakt selbe Art auf den Stick bannen musste, damit irgendwann doch noch der Pangolin auf dem Netbook einziehen konnte. Nun hatte ich gehofft, der Bildschirmbug sei inzwischen beseitigt worden, aber es war wieder derselbe Flickerflackerspaß wie 2010. Ein bisschen mehr Recherche ergab, dass es vielmehr ein Asusproblem ist, das grundsätzlich im BIOS angegangen werden müsste. Also hin zu deren Seite, eine Aktualisierungsdatei runter laden, den sehr spartanischen Begleittext nicht auf Anhieb nachvollziehen können, jedenfalls nicht, um damit an so grundlegenden Teilen meines Rechners zu manipulieren, Email an die Asus-Fredis schicken, ob sie mir ein bisschen ausführlicher erklären können, was ich mit der Datei machen soll.
Fürs Erste hatte ich die Lösung innerhalb Ubuntus zwischengeschoben und damit auch wieder ein betriebsbereites Display, als mich die Antwort erreichte: "Wir unterstützen Linux nicht. Wenn Sie Win7 nicht mehr haben, besorgen Sie sich eine ISO-Datei auf Seite blablabla und dann..." Okay, hilfreich. Also vergurken die das BIOS und obwohl sie auf ihrer Seite eine Linux-geeignete Datei anbieten, meint der gute Mann, weil er davon keinen Plan hat, ich soll doch wieder zu Windows zurück. Das ist, als wenn ich in einen Schuhladen gehe und nach der minimalen Reparatur eines Schnürsenkels frage, wobei ich das auch selber anders machen könnte, aber ich habe halt diese Schuhe bei denen gekauft und die sagen mir dann, ziehen sie doch lieber Gummistiefel an. Wobei ich damit gar nichts gegen Windows und/oder Gummistiefel sagen will, aber das ist nun mal nicht, was ich will. Ich war ja einigermaßen geistig beieinander, als ich das damals runter geschmissen habe.
Ich habe mir jetzt eine Checkliste gemacht, wo im BIOS-Menü ich wirklich die Bootreihenfolge einstelle (nicht bei "boot priority" sondern bei "harddrives", ultra logisch) und was ich bei nächsten Upgrade in welche Zeile der Grubdatei schreiben muss. Das mache ich ja nun nicht alle Nase lang aus lauter Langeweile und das nicht positronische Gehirn kippt leider solche Informationen dann gerne wieder hinten rüber.
Vielleicht erwarte ich auch zu viel Vernunft in einer wirren Welt, wer weiß. Immerhin läuft 12.04 (auf berechtigtes Räuspern des Steppenhundes hin nochmal schnell editiert) bisher problemlos. Ich werde da noch ein paar Eindrücke sammeln und mich dann hier noch mal äußern.
Alles Liebe
Caroona
Bei meinem Netbook habe ich 2010 das erste Mal 10.10 ausprobiert und das war ein zähes Ringen. Vorher hatte ich auf dem Teil (Asus Eee PC 1005PE) vorinstalliert Windows 7 gehabt, aber das war überhaupt nicht mein Ding. Lustigerweise auch, weil es so quietschbunt war. (Hallo, Unity!) Also war es Zeit für den Wechsel. Leider war Win7 nicht davon begeistert, mich überhaupt mal ans BIOS zu lassen, um dem Netbook einen USB-Stick als mögliches Bootmedium schmackhaft zu machen. So schnell kann kein normaler Mensch eine Funktionstaste drücken. Aber die Boot-CD, die ich auf unserem uralten portablen CD-Laufwerk gebastelt hatte, brachte mich auch nicht so recht nach vorne, selbst als ich den ganzen Vorgang (ISO runterladen, zurechtbrennen, neustarten, Windows hochfahren sehen, neustarten, wie wild F2 drücken, Bootreihenfolge kontrollieren, F10, wieder Windows hochfahren sehen, fluchen und von vorn...) wiederholte. Ich weiß bis heute nicht, was da nicht geklappt hat, vielleicht war es doch das fortgeschrittene Alter des CD-Laufwerks.
Auch die Erstellung eines bootfähigen USB-Sticks erforderte die mehrfache Wiederholung der immer gleichen Schritte, inklusive Windows hochfahren sehen. Sowas von hartnäckig. Ich finde es manchmal mehr als frustrierend, wie irrational Computer sich verhalten. Dass manchmal genau die gleiche Handlungsabfolge den gewünschten Effekt hat und manchmal überhaupt nichts bringt, außer Schaum vorm Mund und grüne Gesichtsfarbe. Ich vergesse immer, mich vorher mit Loki in Verbindung zu setzen, den ich ganz schwer im Verdacht habe, mir gerne mal eine abenteuerliche Form der Unterhaltung verschaffen zu wollen. Mit fällt das immer erst mittendrin ein, wenn es zu spät ist, ihn zu bestechen.
Als es dann irgendwann so weit war und mein Maverick Meerkat lief, war ich sofort komplett verliebt. Bis auf die Tatsache, dass die Helligkeit des Bildschirms sehr uneben verlief. Drücken der Funktionstasten lieferte: Recht dunkel, ein bisschen heller, schwarz, mittelhell, ganz dunkel, gar nicht mal sooo dunkel, fast schon ordentlich hell und mitteldunkel, in dieser Reihenfolge. Und es fehlte richtig hell. Mit Hilfe eines Forums war aber auch das irgendwann zurecht gefrickelt.
Entsprechend mental vorbereitet habe ich dann gestern auch nur minimal geschnauft, als ich auch dieses Mal zweimal dieselbe Datei runterladen und jeweils auf die exakt selbe Art auf den Stick bannen musste, damit irgendwann doch noch der Pangolin auf dem Netbook einziehen konnte. Nun hatte ich gehofft, der Bildschirmbug sei inzwischen beseitigt worden, aber es war wieder derselbe Flickerflackerspaß wie 2010. Ein bisschen mehr Recherche ergab, dass es vielmehr ein Asusproblem ist, das grundsätzlich im BIOS angegangen werden müsste. Also hin zu deren Seite, eine Aktualisierungsdatei runter laden, den sehr spartanischen Begleittext nicht auf Anhieb nachvollziehen können, jedenfalls nicht, um damit an so grundlegenden Teilen meines Rechners zu manipulieren, Email an die Asus-Fredis schicken, ob sie mir ein bisschen ausführlicher erklären können, was ich mit der Datei machen soll.
Fürs Erste hatte ich die Lösung innerhalb Ubuntus zwischengeschoben und damit auch wieder ein betriebsbereites Display, als mich die Antwort erreichte: "Wir unterstützen Linux nicht. Wenn Sie Win7 nicht mehr haben, besorgen Sie sich eine ISO-Datei auf Seite blablabla und dann..." Okay, hilfreich. Also vergurken die das BIOS und obwohl sie auf ihrer Seite eine Linux-geeignete Datei anbieten, meint der gute Mann, weil er davon keinen Plan hat, ich soll doch wieder zu Windows zurück. Das ist, als wenn ich in einen Schuhladen gehe und nach der minimalen Reparatur eines Schnürsenkels frage, wobei ich das auch selber anders machen könnte, aber ich habe halt diese Schuhe bei denen gekauft und die sagen mir dann, ziehen sie doch lieber Gummistiefel an. Wobei ich damit gar nichts gegen Windows und/oder Gummistiefel sagen will, aber das ist nun mal nicht, was ich will. Ich war ja einigermaßen geistig beieinander, als ich das damals runter geschmissen habe.
Ich habe mir jetzt eine Checkliste gemacht, wo im BIOS-Menü ich wirklich die Bootreihenfolge einstelle (nicht bei "boot priority" sondern bei "harddrives", ultra logisch) und was ich bei nächsten Upgrade in welche Zeile der Grubdatei schreiben muss. Das mache ich ja nun nicht alle Nase lang aus lauter Langeweile und das nicht positronische Gehirn kippt leider solche Informationen dann gerne wieder hinten rüber.
Vielleicht erwarte ich auch zu viel Vernunft in einer wirren Welt, wer weiß. Immerhin läuft 12.04 (auf berechtigtes Räuspern des Steppenhundes hin nochmal schnell editiert) bisher problemlos. Ich werde da noch ein paar Eindrücke sammeln und mich dann hier noch mal äußern.
Alles Liebe
Caroona
caroona - 16. Mai, 21:50
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