Montag, 16. Januar 2012

52 Songs - Agathe Bauer

Mit diesem Thema ist Konna bei mir genau richtig und doch wieder nicht. Ich gucke zwanghaft Lyrics nach, falls ich sie nun wirklich nicht verstehe. Und mir ist wenig unangenehmer, als irgendwas von mir zu geben, was sich im Nachhinein als Blödsinn herausstellt. Manchmal wünschte ich mir, ich bekäme nicht mit, was da teilweise so gesungen wird. Ich erinnere mich echt kaum an eigene Verhörer. Insgesamt nur einen, aber ich hatte eigentlich bei diesem Projekt nicht vor, Songs zu präsentieren, die ich nicht mag. Bei diesem "Venus", das mich außerdem an diese unsägliche Nassrasiererwerbung erinnert, höre ich auch heute noch, wenn ich mir Mühe gebe und derweil an was anderes denke, "Idiotenfeier!". Das war es aber auch. Und das Machwerk gibt es hier bei mir nicht. Grr.

Der kleine Bruder hat jede Menge lustige Sachen raus gehauen, aber die darf ich in der Öffentlichkeit leiderleider nicht so gerne breit treten. Dabei bin ich grundsätzlich eine große Freundin von Agathe Bauer und studierte eine Zeitlang regelmäßig diese lustige Seite. Neben dem Fish Master, den so ein paar Ketzer in Wacken beim Van-Canto-Auftritt grölen mussten, sind dort noch so einige andere Glanzlichter und Dauerbrenner versammelt. Manches nötigt sich hier aber auch wegen der unklaren Aussprache auf.

Einer der unvergessenen Nuschelkönige, neben Herbert Grönemeyer, ist ja nun Michael Stipe. Daher, ich bin auch gleich fertig mit der Ansprache, versprochen, ist heute REM dran. Zumal deren Texte obendrein nicht so wirklich immer nur geradeaus gehen. Hm. Einerseits ist dieses Sidewinderdings so richtig schön vermurmelt, aber andererseits, warum nicht mal das Lied vom lustigen Kenneth? Da gibt es auch einen Batzen Einträge. Na, dann los:


Wer das beim ersten Hören richtig mitbekommen will, muss echt horchen wie ein Luchs. Und es kommen auch keine Idioten drin vor. Taddah. Naja, schon. Einer. Aber dafür absichtlich.

Alles Liebe

Caroona

Montag, 9. Januar 2012

52 Songs - Kälte

Ich bin schwer mit mir am Ringen. Da drängt sich einerseits der Winter auf, bei dem mir schon bei Zuhören die Zähne klappern, obwohl ich gar nicht leicht friere.

Andererseits ist da noch eine andere Interpretin, die ich aber schon mal hatte. An sich war mein Anspruch, das zu vermeiden. Aber irgendwann war es vermutlich einfach Zeit dafür. Hm. Hm. Hm. Na dann hilft es wohl nichts.

Ich erinnere mich noch, wie ich irgendwann mal auf MTV über ein Video zu "Silent all these years" von Tori Amos stolperte und sofort verliebt war. Auf der gleichen CD findet sich auch der Song "Winter" in dem es auch inhaltlich vordergründig um Schneewehen, Handschuhe, Schlittschuhlaufen auf dünnem Eis und dergleichen geht. Ich jedenfalls habe dabei immer eine weiße Landschaft vor Augen. Mal abgesehen von den verpassten Gelegenheiten und den vermiedenen Entscheidungen.


Alles Liebe

Caroona

Freitag, 6. Januar 2012

Dauerbaustelle?

Stand der Dinge Selbstcoaching: Nachdem ich mich erstmal rangesetzt hatte, ging das mit der inneren Konferenz total gut. Es sollten alle Stimmen identifiziert und benannt werden, danach erst einzeln interviewt und dann gemeinsam an einen Tisch gebeten. Eine davon hieß dann bei mir "Die Irrationale" und auf die Frage, was sie gerne wollte, gab sie zunächst die Antwort: Ich will diese blöde Konferenz nicht. Aha. Hatte ich sie am Wickel. Das war gar nicht so einfach, der Guten nicht einfach mental in den Popo zu treten und sie stattdessen ausführlich zu Wort kommen zu lassen. Hat aber weiter gebracht.

Im Anschluss habe ich gleich Aufgabe 7 und im Groben 8 durchgeochst. Bei letzterer gibt es zusätzlich noch einen optionalen Teil, bei dem eine Wunschvorstellung zum Zwecke der Autosuggestion visualisiert werden soll. Das klingt eigentlich machbar. Obwohl es schon komisch ist, ich bin eh von meinem Psychologen-Vater her solche Dinge wie Autosuggestion, selbsterfüllende Prophezeiung und dergleichen von Kind an gewohnt, das ist alles irgendwie nicht neu. Passt auch mit meiner Tarotarbeit und meiner sonstigen Auseinandersetzung mit dem Universum zusammen. Und nun sollen diese Lektionen, die im Grunde mir Bekanntes einfach nur mal so richtig straff formuliert zum Besten geben, grundsätzlich was ändern?

So. Und jetzt frage ich mich: Bin ich dermaßen ungewöhnlich verzwirbelt, dass nur ich dauernd und jahrelang immer an denselben Baustellen rumschraube? Oder geht das anderen eigentlich ähnlich, nur sie schrauben nicht, beziehungsweise reden nicht drüber? Ist irgendwann auch mal gut mit Schrauben?

Dabei ist mein Leben gar nicht so sehr außerhalb der Spur. Mit Dr Evil läuft es rund, Häuschen ist einigermaßen betretbar, Job ist sicher, wenn auch derzeit ungeliebt, Gesundheit läuft so ungefähr, bis auf die Selbstzersetzung der Schilddrüse. Die weitere Familie läuft auch soweit. Alles total im Rahmen. Ich habe eine relativ nervige Aufschieberitis und anscheinend meine Lebensaufgabe noch nicht gefunden. Und irgendwas blockiert mich immer dann, wenn es interessant wird.

Vielleicht bin ich dermaßen anspruchsvoll, dass ich ein perfektes unaufgeschobenes Leben will und meine Aufgabe finden, die mich total ausfüllt und gewürdigt wird, weniger materiell als zwischenmenschlich. Aber so extrem hoch finde ich meine Latte gar nicht gelegt.

Oder kann ich es nicht lassen, immer wieder rumzuschnipseln mit dem Skalpell und nachzugucken, ob es noch weh tut, wenn ich hier oder da drauf drücke? Bin ich eine Persönlichkeitshypochonderin? Gibt es sowas überhaupt? Allerdings fühlt es sich für eine komplett sinnfreie Selbstsezierung zu entlastend an mit diesem Kurs. Naja, ich hoffe mal, dass ich noch in absehbarer Zeit, am liebsten deutlich vor meiner Rente, fertig bin mit der Buddelei.

Kann es echt angehen, dass die Arbeit an der Persönlichkeit und die Selbstanalyse und die Feilerei und das ewige Nochmal-anders-dran-Gehen erst gegen Lebensende abgeschlossen ist? Nee, oder?

Liebe Grüße

Caroona

Mittwoch, 4. Januar 2012

Was wünschst Du Dir für das neue Jahr?

(Mein Beitrag zur Schreibparade 2012 für Januar)

Ich saß am Küchenfenster und guckte nach draußen. Es war Neujahr und draußen lagen noch ein paar Raketenreste und Sektflaschenscherben. Mein Kopf fühlte sich nach der viel zu kurzen Nacht etwas pappig an, hungrig war ich aber ehrlich gesagt noch nicht. Plötzlich schepperte ein klitzekleines Glöckchen und vor meiner Nase schwebte ein klitzekleines Männchen. Es schien über die Feiertage, milde formuliert, kulinarisch nicht zu kurz gekommen zu sein und trug mit mittelprächtiger Souveränität einen eng anliegenden grünen Anzug mit spitzen Stiefelchen und Hütchen. Seine Flügel wirkten ein bisschen wie gebraucht gekauft, aber die Art, wie er sich vor mir bebend über seine volle Körperlänge hinaus reckte, machte das fast wieder wett. Fast.

„Frohes Neues Jahr!!! Und taddah: Du hast einen Wunsch frei!!!“ tönte er.

„Wer bist du denn?“

„Fjodor Klingeling. Und ein Wunschelf... Und Du hast einen Wunsch frei!!!“

„Nur einen Wunsch?“

„Ja, nur einen. Sparmaßnahme. Immerhin, Wunsch ist Wunsch. Und bevor Du jetzt etwas sagst: Glaub mal, wie oft ich mir schon gewünscht habe, irgendjemand wünschte sich endlich einmal, dass alle diese „Haha, Wunsch ist Wunsch“-Witze aus der Welt verschwinden.“ Hoffnungsvoll hoppelnd zwinkerte er mir zu. „Na, wie wär's?“

„Vergiss es.“

„War einen Versuch wert.“

„Na okay, also dann... Ich wünsche mir Weltfrieden.“

Fjodor zuckte zusammen. „Kann ich nicht.“

„Kannst Du die Klimawandlung stoppen?“

„Nö.“ Er wurde merklich kleiner.

„Kannst Du dafür sorgen, dass alle Drecksäcke netter werden?“

„Auch nicht.“

„Was kannst Du denn?“

„Haare flauschiger, Zähne gerade, Winterspeck weg, so aus dem Bereich eine ganze Menge. Oder kurze Flugreisen.“

„Wie kurz?“

„Belgien?“

Ich sah ihn sehr ernst an. „Kurzflüge sind sowieso eine große Umweltsauerei, das weiß Du, oder?“

„Ich lege auch einen Atmosfairgutschein obendrauf. Die pflanzen Bäume gegen das CO2.“

Mir kam hier das eine oder andere doch relativ merkwürdig vor: „Sag mal, haben eigentlich alle Wunschelfen dasselbe Sortiment?“

Jetzt sackten Fjodors kleine Schultern komplett ab. „Ich muss erst mal Punkte sammeln. Für jede zufriedenstellende Wunscherfüllung gibt es Punkte. Und je nach Level kann ich irgendwann auch größere Wünsche erfüllen.“

„Wie lange machst Du das denn schon, so als Wunschelf?“

Fjodor schniefte ein bisschen. „Ich habe erst vor kurzem umgeschult. Vorher war ich als Kobold tätig, aber das war überhaupt nicht mein Ding. Wir sind als Trupp in ein Haus rein und haben Unsinn gemacht. Blumentöpfe verschoben und Bücher falsch rum ins Regal gestellt, sowas. Ich bin immer irgendwie als letzter im Zimmer gewesen und ziemlich jedes mal war irgendwie die Tür zu und ich wurde erwischt und es gab auf die Mappe. Die anderen Kobolde fanden das jedes Mal superlustig. Aber irgendwann reichte es mir. Ich wollte dann was anderes machen. Was soziales. Wo ich anderen helfen kann.“

Die kleinen Hängeohren und Knopfaugen gingen mir echt ans Herz. „Na gut, weißt Du was? Ich nehme dann bitte die flauschigen Haare.“

„Echt jetzt?“

„Echt jetzt. Na, mach schon!“

Fjodor wirbelte kompliziert mit seinen Händen durch die Luft. Ich hatte den Verdacht, dass er da mehr Show machte, als grundsätzlich nötig. Als ich gerade soweit war, zu glauben, ich sei hier einem schwer verschwurbelten Koboldstreich aufgesessen, prickelte es auf meiner Kopfhaut. Ich fühlte nach.

„Wow!!!“

Fjodor platzte fast vor Stolz. „Da habe ich auch ein Weilchen dran geübt. Im Wald. Das Leben dieser Wildschweine wird nie wieder sein wie vorher.“ Er lächelte versonnen, kratzte sich dann schüchtern an der Schulter. „So, jetzt bräuchte ich von Dir noch eine Zufriedenheitsbestätigung. Ein Daumenabdruck reicht.“ Fjodor kramte einen kleinen Block raus und blätterte zur ersten leeren Seite. Er musste nicht sehr weit blättern. Als er mir den Block entgegenstreckte, drückte ich meinen Daumen auf das Papier.

Fjodor strahlte. „War mir ein Vergnügen! Bis irgendwann mal!“ Die kleine Glocke schepperte wieder und er verschwand mit einem glücklichen Quietschen. In der Luft lag ein Hauch von Vanille und Schwarzpulver.

Ich strich mir mit der Hand durch die flauschigen Haare. Wahnsinn. 2012 konnte kommen.

Montag, 2. Januar 2012

52 Songs - Aufräumen

Ich bin ja nun im Leben keine Haushaltsmamsell. Mein Haus- und Hoftroll meint a) regelmäßig, ich solle ein Spiel draus machen und b) schlug er eben "Das bisschen Haushalt" als passenden Soundtrack vor. Da müssen wir noch ein ernstes Wörtchen drüber reden.

Ich stimme ihm aber zu, das es mit Musik nicht ganz so schlimm ist, bestimmt ein Zehntel weniger ätzend. Und daher stelle ich gerne das Radio an, wenn ich mich mal dran mache, das Haus auf Zack zu bringen. Und an meinen letzten drei Wohnorten gab es, im Gegensatz zur Wirkungsstätte meines kleinen Bruders (Ich sage nur Radio Westfalica...), ganz anständige Sender. In London hörten wir viel Xfm, in Potsdam Star FM und hier in Brunsbüttel gibt es delta, dessen Stern allerdings schon eine Weile recht deprimierend am Sinken ist.

Als ich noch nicht so lange in Potsdam wohnte und mürrisch ans Fegen der Küche ging, schalmeite zu meinem Erstaunen Henry Rollins aus dem UKW-Empfänger, irgendwas von seinem Album "Weight", geeignet wäre vom Titel her ja "Shine", aber ich glaube eher es war "Civilized". Da passt der Text ziemlich gar nicht, aber der Rhythmus war zum Fegen ganz herrlich. Und meiner Laune angemessen.

Daher gibt es das jetzt nach der fürchterlich langen Vorgeschichte ohne weiteres Trara:


Und? Küche sauber?

Alles Liebe

Caroona

Samstag, 31. Dezember 2011

Rückblick und Ausblick und sonst so

Ich kann es schon mal gleich vorweg sagen: 2011 war ganz in Ordnung. Gesundheitlich war ich ganz gut dabei, leider hat sich ja unsere Katze auf immer noch ungeklärte Art und Weise den Fuß komplett vom Pelz befreien müssen, was die liebe Ärztin glücklicherweise wieder zurecht gebastelt bekam. Ich hingegen lasse mich seit ein paar Wochen jeden frühen Montagabend in den Hüftspeck pieksen mit so einem Enzymcocktail, um es dem alten Hashimoto zu zeigen. Im Januar lasse ich wieder Blut abnehmen und bin mal gespannt, was die Werte sagen.

Beruflich hat mich der Sommerurlaub in London ja nun ein bisschen bedrückt, weil ich das Gefühl hatte, alles falsch gemacht zu haben und nun als Lehrerin weit unter meinen Möglichkeiten zurück geblieben und noch dazu dort festgetackert zu sein. Nicht nur, was die Chemie/Physik angeht, sondern auch die Tatsache, dass ich mir regelmäßig blöde Sprüche anhören muss, dass ich wie Sisyphos immer wieder reinstecke und immer neue unerquickliche Verhaltensmuster (und das auch noch mit großem Stolz) präsentiert werden. Oder dass jemand ungelogen als Beispiel für ein Holzblasinstrument eine Gitarre anbietet und ich darf nicht mal schreien. Oder dass sich alle prügeln, beleidigen, gegenseitig ausbooten und ich bin irgendwie mysteriöserweise dafür verantwortlich. Zur Zeit bin ich schwer am Ausbrüten, was sich alternativ machen lässt.

Manche Menschen machen ja einen Abschluss, lernen einen Job und bleiben dann dabei bis zur Rente. Ich frage mich aber, wie viele schaffen das wirklich? Bin ich eher die Ausnahme? Alle paar Jahre werde ich unruhig und weiß nicht, liegt es an mir oder an der Welt? Und ich frage mich, ob ich bei jeder Veränderung die Türen zur Rückkehr hinter mir zuschlage. Aber so bleiben kann es auch nicht, das habe ich nicht nötig. Und dann muss ich gucken, was kann ich, was braucht die Welt, wie bringe ich das zusammen? 2012 wird lustig, das weiß ich jetzt schon.

Aus dem Projekt52 bin ich leider total rausgeschlumpft. Irgendwann war der Zug dermaßen abgefahren, dass ich mich auch nicht mehr aufraffen mochte. Ich will aber die Liste durchgehen nach Themen, die mich ansprechen und die nach und nach einfach für mich abphotographieren, auch damit Random noch einmal einen Auftritt bekommt. 52 Songs hingegen habe ich voll diszipliniert durchgezogen, aber mit Musik bin ich auch ganz easypeasy zu ködern. Bisher fand ich dabei alle Themen locker machbar. Für 2012 habe ich mich irgendwo noch für so ein Schreibprojekt angemeldet, das muss ich nötig nochmal ausbuddeln.

Dieses Jahr hat nun auch mich der Strickwahn endgültig erwischt. Ich hatte mich vorher immer damit rausreden können, dass ich mangels Kälteempfindens keine dicken Socken brauche. Eine Freundin meinte aber, sie würde welche nehmen. Und ich wollte einfach mal gucken, ob ich das kann. Zu Weihnachten bin ich dann in Serie gegangen, war nur leider im Timing etwas knapp davor. Die jetzt hier rumliegenden Wollreste werden schön gemütlich zu einer Decke verhäkelt, eine Reihe 45 Minuten (habe ich gestoppt). Nächstes Silvester könnte das Teil fertig sein. Wie sicher vorher abzusehen war, tapere ich jetzt ganz vorsichtig in Richtung Tücher mit Löchern drin. Da brauche ich bloß noch eine nette Person, die mir den Anfang erklärt. Die eine oder andere Person, der ich so einen Schulterwärmer verpassen kann, habe ich schon im Auge. Netter Nebeneffekt der Wollwurschtelei: Ich gurke weniger sinnlos im Internet herum. Und es ist schon irgendwie magisch, wenn unter meinen Händen aus so einem Faden etwas entsteht, was jemand gebrauchen kann.

Schließlich haben Dr Evil und ich ein lustiges Selbstcoachingprogramm angefangen. Sehr sinnstiftend das, bis auf das klitzekleine Hürdelein, dass Caroona um die Lektion 5 immer noch rumschleicht. Nummer 6 habe ich gemacht, die 7 nicht und die Email zur 8 habe ich noch nicht geöffnet. Sonntag erwarte ich die 9. Hargl! Das Ding ist glaube ich, dass die 5, in der es um eine sogenannte "innere Konferenz" geht, in der verschiedene Persönlichkeitsanteile sich mal aussprechen, warum sie verschiedene Aktionen blockieren oder sich sonstwie im Nettoeffekt ungünstig auswirken, so richtig an Caroonas Eingemachtes geht. Da sitzen ein paar Pappnasen schlotternd im hintersten Winkel meines Brägens und schieben alles, aber auch wirklich alles vor, um das nicht machen zu müssen. Stellung beziehen? Mal was ändern? Eventuell sogar aktiv werden und destruktive Verhaltensweisen auflösen? Pff, sonst noch was?

Aber heute wird das gemacht. So. Und 2012 ziehe ich dann schön sukzessiv die Lektionen weiter durch. Das Programm hilft mir deutlich mehr als mein eigenes Rumgepröddel bisher, das nämlich unterm Strich insgesamt fast gar nicht geholfen hat, jedenfalls nicht so richtig dauerhaft.

Und wenn ich außerdem ganz ganz brav und tapfer meine Hände entkrampfe und Geige übe, erlaube ich mir im Juni die Anschaffung einer Ukulele. Bis dahin findet sich auch locker ein besserer Name.

So, wenn ich Bilanz ziehe, muss ich sagen, es ging 2011 voran, und es wird 2012 noch einiges weiter voran gehen. Wenn ich dann auch noch freiwillig mitgehen könnte, das wäre echt okay.

Alles Liebe

Caroona

Freitag, 30. Dezember 2011

Doch nicht Kevin?

Was habe ich getan??? Ich bekomme schon auf Vorrat Muskelkater hier. Eigentlich wollte ich mir eine Ukulele zulegen. Ja ja ja, Caroona rennt jedem Trend hinterher. Aber ich fand Ukulele schon gut, als ich sie das erste Mal bei Marilyn Monroe in "Manche mögen's heiß" hörte. Und ich wollte sie Kevin nennen. Die Ukulele jetzt. Vielleicht auch nicht.

Dann vor ein paar Tagen dachte ich mir, was für eine Verschwendung, da oben in der Rumpelkamer aka Wäscheaufhängzimmer aka Gästezimmer (husthust) lagert seit ewigen Zeiten noch ein anderes Instrument ab, das Du seit *rechnerechne* ziemlich 23 Jahren nicht mehr in Betrieb hattest. Also nix mit Kevin.

So ganz schlüssig kann ich auch nicht erklären, was damals falsch gelaufen ist. Ich "erbte" mit zwölf Jahren eine abgewatzte 3/4-Geige aus der Familie meiner Mutter und dackelte also, weil das dann mal so musste, zum Unterricht. Zwischenzeitlich tauschte ich das gute Stück gegen eine ganze Geige, auch schon ein bisschen angekerbt, aber schön im Klang. Mit fünfzehn hatte ich aber irgendwie die Nase voll und war auch nicht so dolle vom Fleck gekommen. Könnte daran gelegen haben, dass ich nur sehr sparsam geübt hatte. Jedenfalls wurde die Fiedel eingemottet und sah bis gestern so aus:

vorher

In einem Anflug allergrößten Größenwahns und endgültiger Heiterkeit habe ich mir ein Politurset, vier niegelnagelneue Saiten und taddah einen neuen Bogen kommen lassen. Außerdem tolle Noten, um mich zu motivieren. Unter großem Hallo habe ich die Saiten draufgefummelt und jetzt ist das Gerät wieder einsatzbereit:

jetzt

Haha, ratet mal, was der gute Vorsatz für 2012 ist! Ich freu mich einerseits, aber wie gesagt, nur vom Drübernachdenken setzt sofort der vorauseilende Muskelkater ein. Spannende Zeiten in Caroonahausen, zumal die Katzen auch bisher nicht besonders begeistert zu sein scheinen. Kunstbanausen.

Alles Liebe

Caroona

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Fremdgehen und Materialismus zu Weihnachten

Oh, oh, oh! Ich habe zu Weihnachten von meiner lieben Schwester ein neues Tarotdeck bekommen. Innerhalb von über 12einhalb Jahren immerhin erst das Dritte, aber ich komme mir richtig ehebrecherisch vor.

Das erste (Universal Waite) habe ich genommen, weil sich mein Lehrbuch nach dem Rider Waite richtete und auf den Karten sind auch schön viele Details und Geschichten. Klassiker halt, immerhin hübsch ausgestaltet.

Das zweite (Old Path) habe ich mir dann zugelegt, weil der heidnische Symbolismus darauf mir mehr entgegen kam. Kleiner Haken an dem Deck: Der König der Schwerter, vorher mein großer Held, sieht aus wie Tom Selleck zu seinen besten Magnumzeiten.

Ich bin immer mal wieder wie eine Katze um diverse Decks rumgeschlichen, manchmal waren die kleinen Arkana zu spartanisch, manchmal das Ganze ein bisschen zu kitschig, irgendwas ist immer. An dem neuen Deck habe ich bisher keinen Haken gefunden. Vielleicht, dass manche kleinen Arkana in der Bedeutung ziemlich anders gewichtet sind und ich mich da jetzt wieder neu reinhängen muss. Es gibt keine Gesicher, das ist schon mal vorteilhaft, dann gibt es nämlich auch keinen Effekt der Art "Haha, sieht ja aus wie", die kleinen Arkana sind sehr minimalistisch, enthalten aber alles, was die jeweilige Geschichte braucht. Ich mag auch die "niedliche" Optik, die für meinen Geschmack noch genau diesseits der Kitschgrenze bleibt.

Und das mir, der ansonsten erklärten Konsumablehnerin. Ich arbeite gar nicht so oft mit den Karten. Ich brauchte gar kein weiteres Deck. Das Old-Path-Tarot ist noch nicht nennenswert abgewetzt. Und trotzdem komme ich mir neben der Fremdgehproblematik nicht besonders schlecht vor. Manchmal ist auch Schluss mit Minimalismus und Nichtkaufen. Mir ist auch das Schenken und Beschenktwerden zu Weihnachten noch lange nicht zu viel. Manche Dinge brauche ich nicht und freue mich trotzdem drüber. Ich schätze, das ist auch eine Frage dessen, dass es im Rahmen bleibt. Eine entspannte Caroona, das ist doch auch mal was.

Überhaupt kann ich mich über die Weihnachtslaune null beschweren, ich habe mich dieses Jahr locker gemacht, was die Pflicht zum Kekse- und Schokoladeessen angeht, meine Familie macht keine Zwangsgemeinsamfeier, sondern trifft sich einfach so flockig übers Jahr verstreut dann und wann mal, wir haben eher sparsam dekoriert (ein Adventskranz, eine Drehpyramide, ein leerer (Schoki kaufen verseppelt) Filzadventskalender an der Wand), das wars. Nur die Aufstellung des Baumes erforderte ein bisschen Grünanlaufen. Und vom Weihnachtsstress anderer lasse ich mich nicht im Mindesten beeinflussen.

So, und heute nachmittag kommt dann (hoffentlich) noch ein Päckchen Luxus angeschippert, von dem ich morgen berichten werde. Mit Photos vorher und nachher. Und für Euch erfreulicherweise ohne Soundbeispiele ;)

Alles Liebe

Caroona

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Nenya (Gast) - 12. Jan, 09:28
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Haus-und Hoftroll.... Sollte Mister Evil da mutiert...
heilpraxis-charen - 10. Jan, 21:01

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