Hügelgräber sind sehr oft nur ganz schlecht bis gar nicht ausgeschildert, habe ich festgestellt. Hier in der Nähe gibts wohl welche, auch einen Wanderweg, aber entweder habe ich nicht richtig geguckt, oder da stehen keine Schilder. Trotz alledem habe ich gestern eine aus Erfahrung ergebnisoffene Radtour zum Oher Gräberfeld gemacht. Kann sein, das der eine Hubbel mit den Steinen drauf ein Grab war, kann aber auch sein das nicht. An der Stelle war ich sowieso eher damit beschäftigt, gerade so eben nicht von einem Riesenreh über den Haufen gerannt zu werden.
Und zwar hörte ich es im Gebüsch von weitem knurren und schnaufen und rascheln und dachte "Schiet, wer hat denn nu wieder seinen Hund nicht angebunden?" War schon fast mit einem Hechtsprung hinter mein Fahrrad in Habachtstellung gegangen, als so ein hellbraunes Etwas ca. drei Meter von mir entfernt gerade noch so die Biege machte und gleich weiter ins nächste Gebüsch galoppierte. Ziemlich fix und für ein Reh irgendwie schon fast zu groß. Also von den Hufgeräuschen her hätte das durchaus auch ein Büffel gewesen sein können. Jedenfalls war ich mit Adrenalinoverload hin und her gerissen zwischen eine Runde hyperventilieren und hinterherrufen "Heee, komm zurück, kann ich Dich mal kurz knipsen?" Ich und der Hirsch, hehehe. Nun habe ich aber schändlicherweise gar keine Ahnung, ob hier in der Gegend überhaupt Hirsche rumlaufen.
Okay, also war mein Ausflug zu den Toten eher von der Begegnung mit dem Lebendigen durchsetzt. Im Folgenden ein paar Eindrücke:
Das untere Ende der kulinarischen Fahnenstange.
Der hier hat nicht versucht, mich umzurennen.
Eine Kulisse wie gemacht für ein Hobbitpicknick.
Und so unordentlich ist der Sachsenwald in Reinbek, tztztz. Vor ein paar Tagen bei Nieselwetter.
Auf dem Rückweg begegnete ich dann noch einem Zwerg im Ganesha-T-Shirt. Was will ich mehr?
Alles Liebe,
Caroona (in Wochenendlaune)
caroona - 6. Jul, 12:27