Ich bin nicht Anti, ich bin ich
Caroona ist sich selbst genug, ohne sich durch Abgrenzung von anderen definieren zu müssen. Umso befremdlicher findet sie es als (wenn's denn schon eine Schublade sein muss, im Groben und Ganzen) Heidin, wenn ein Marktstand mit germanisch geprägtem Geraffel ohne Ende T-Shirts mit Antihaltung feilbietet. Über "Odin statt Jesus" kann ich vielleicht 15 Sekunden lachen, bis ich realisiere, dass es diverse Träger durchaus ernst meinen könnten. Als da noch wären "Gegen die Klimakatastrophe: Thor statt Petrus" (Ja, wirklich.), oder auch irgendwas zum Thema Kirchenverbrennen, oder "Fuck me, Jesus!" Spätestens bei langen Listen der Gründe, warum ich mich auch heute noch verfolgt fühlen muss, wird es albern.
Wenn Menschen neu auf den heidnischen Weg gelangen und erstmal in einer Art Abnabelung gegen das Christentum wettern, kann ich das nachvollziehen, ging mir genauso. Aber wenn das gar nicht mehr aufhört, hat das so ein bisschen was krampfiges und macht den Eindruck, dass da jemand nicht auf eigenen spirituellen Füßen stehen kann und sich als Krücke an einem Feindbild festklammert. Mir wäre das zu anstrengend, immer gegen Windmühlen loszureiten. Ein bisschen ist es mir auch indirekt peinlich, sowas mit anzusehen. Die Extrem-Antis mit ihren "Christen auf die Mappe"-Shirts versetzen mich außerdem in die unerfreuliche Position, immer brav deutlich dazu zu sagen, dass ich Odin ganz prima und trotzdem (oder vielleicht auch deswegen) das generelle Christenbashing auch, milde gesagt, unnötig finde.
Liebe Grüße,
Caroona
Wenn Menschen neu auf den heidnischen Weg gelangen und erstmal in einer Art Abnabelung gegen das Christentum wettern, kann ich das nachvollziehen, ging mir genauso. Aber wenn das gar nicht mehr aufhört, hat das so ein bisschen was krampfiges und macht den Eindruck, dass da jemand nicht auf eigenen spirituellen Füßen stehen kann und sich als Krücke an einem Feindbild festklammert. Mir wäre das zu anstrengend, immer gegen Windmühlen loszureiten. Ein bisschen ist es mir auch indirekt peinlich, sowas mit anzusehen. Die Extrem-Antis mit ihren "Christen auf die Mappe"-Shirts versetzen mich außerdem in die unerfreuliche Position, immer brav deutlich dazu zu sagen, dass ich Odin ganz prima und trotzdem (oder vielleicht auch deswegen) das generelle Christenbashing auch, milde gesagt, unnötig finde.
Liebe Grüße,
Caroona
caroona - 5. Aug, 18:04
