Kostenlos erfreulich IX
Gerade an Tagen wie diesen kommt eine kühlende Brise sehr gelegen. Ich bin ja generell nicht so die Freundin hoher Temperaturen, da bin ich doppelt froh, in einer eher windigen Gegend zu wohnen.
Und dann fahre ich noch durch eine Landschaft voller Windräder, die sich gemütlich drehen. Es gibt kaum etwas Schöneres, Poetischeres, Meditativeres, als diesen Dingern bei der quasi CO2-neutralen und kostengünstigen Stromproduktion zuzusehen. Von Zerspargelung kann meiner Meinung nach keine Rede sein, wenn die Pfosten nicht gerade dicht an dicht im Wohngebiet stehen.
Ich habe schon als Kind den Wind geliebt, vermutlich auch durch den Enthusiasmus meiner Mutter. In den Herbstferien in Nordfriesland war es immer Pflicht, am Deich langzustapfen und sich in den Sturm zu lehnen. Was bewegte Luft so alles wegschiebt, ist phänomenal. In der ostwestfälischen Senke, in der ich zwangsweise aufwuchs, stand im Sommer die Luft immer ganz furchtbar.
Wind kann im Sommer leicht die nackten Arme und Beine streicheln, Wäsche trocken pusten, Segelboote antreiben, Wellen machen und dadurch Gewässer belüften, Pflanzensamen und Pollen verteilen, Wolkengemälde an den Himmel zaubern, Drachen in der Luft halten, und Vögel beim Fliegen unterstützen. Wind hält das Wetter in Bewegung und verschafft uns Menschen Energie. Wind kann natürlich auch zerstörerisch und gefährlich sein, aber wenn alles gut geht, finde ich ihn mehr als erfreulich. Und er wird und kostenlos von der Sonne zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle: Danke, liebe Sonne :o)
Alles Liebe,
Caroona
caroona - 2. Jul, 19:13
