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Sonntag, 8. März 2009

Zu nix zu gebrauchen?

Dann und wann fühlen sich meine Träume derartig realistisch an, dass die entsprechende Laune noch so ungefähr eine Viertelstunde anhält, bis ich merke - Dingdingding! - das war gar nicht echt, kein Grund zur Sorge. Denn offen gestanden, meistens ist die Stimmung eher getrübt. Obwohl es auch vorkommt, dass ich noch beim Frühstück über etwas lachen muss, wobei ich die Geschichte schon gar nicht mehr so genau zusammen bekomme.

Letze Nacht war ich irgendwo in einem Forschungslabor mit irgendwelcher Tieftemperaturtechnik zugange. In einem Gespräch mit einem Kollegen / Vorgesetzten / Experten habe ich ihn lange mehr oder weniger auch aus Höflichkeit reden lassen, was da so alles interessant sein könnte. Am Ende meinte er, ich wäre ja wohl ungeeignet und hätte keinerlei Kreativität für Forschungsideen. Das hat mich total bedrückt, weil ich zurückguckte und merkte, egal wo ich gearbeitet hatte, hatte ich mich nur so durchgewieselt. Wie so ein Mühlrad hatte ich der jeweiligen Gruppe am Hals gehangen.

Zehn Minuten nach dem Aufwachen dachte ich dann aber "Moment mal!" Denn auch wenn ich mich in der Realität jahrelang regelmäßig ob meiner diversen Defizite gegeißelt habe, es ist mir in allen Projekten immer was gar nicht so dummes eingefallen, was ich noch rausfinden könnte, ohne dass mir da jemand helfen musste. Und das, obwohl es, seit der Diplomarbeit alles Themen und Techniken waren, die nicht gerade meine erste Wahl waren. Damals lebte ich mit einem fast permanenten Gefühl der Selbstvorwürfe und heute morgen dann das Aha-Erlebnis, weil es einfach so geballt kam, hat sich Caroona auf die Hinterbeine gestellt und klargemacht, sie war gar nicht so eine Null.

Was noch erfreulich war heute morgen: Mensch, ich bin ja aus dem Forschungszirkus raus, yay! Ich muss mir gar keine super Ideen mehr aus den Fingern saugen. Viele fragen mich, wie ich denn mit meinem Abschluss als Hauptschullehrerin enden konnte, aber gerade im Moment bade ich richtig in der Zufriedenheit, diesen Weg gefunden zu haben. Und auch wenn nach schöner alter Gewohnheit die innere Kritikerin manchmal mault, so unbrauchbar bin ich gar nicht.

Die nächste Nacht hätte ich dann bitte gerne wieder einen von diesen witzigen abendfüllenden Kinofilm-Träumen.

Alles Liebe,

Caroona
zauberweib - 8. Mrz, 23:57

hey, das sind ja erfreuliche erkenntnisse! ;) dazu gratulier ich dir, durchleuchteste durchlaucht!

*knuddles*
zaubi

endlosfaden (Gast) - 9. Mrz, 09:52

Da sagt man doch immer,

Träume wären Schäume. Garnicht, nee?!
So ein Traum, der hilft, die jetzige Lebenssituation zufrieden zu erleben ist allemal besser, als eine frühkindliche Echtzeiterinnerung an eine Mülltonne *g*.

caroona (Gast) - 9. Mrz, 16:06

wohl wahr

Ich erinnere mich zum Glück nicht, aber so was wird natürlich immer wieder gerne erzählt. Mein Vater sagte vorgestern, dass ich über der Tonne ein sagenhaft entspanntes Gesicht gemacht habe, also das Erlebnis an sich hatte wohl kein Traumapotential :o)

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