Und jetzt was ganz anderes
Lang lang ist's her, da wohnte Caroona nebst Herrn Caroona in Potsdam, genauer in der Nähe des Griebnitzsees. Eine geschichtsträchtige Lokalität, am Ufer stand damals jedenfalls noch ein Stück Mauer zur Erinnerung. Die Grenze verlief am Ufer und es war ein sehr erhebendes Gefühl, da lang flanieren zu können.
Nun wohnten und wohnen dort am Ufer ziemlich betuchte Menschen in ziemlich schicken Villen. Ich gönne denen von Herzen die Häuschen sowie den Geldsegen, kein Problem. Aber es wurde damals schon gemurmelt, weil der dämliche Plebs immer am Ufer langwuselte, "mitten durch die Privatgrundstücke"! Genauer formuliert: Den Sandweg entlang, zwischen Böschungsmauern einerseits und Ufergraskante andererseits, also nicht direkt am Pool oder Kugelgrill der Anwohner längs oder so. Schilder aufstellen half nichts. Dementsprechend wurden dann wohl jetzt Hecken quer über den Weg gepflanzt.
Nun habe ich heute in einer seriösen Nachrichtensendung (Extra3) erfahren müssen, wie die armen Anwohner nicht nur vergackeiert, sondern auch noch fast an der dringend nötigen Bötchenfahrt gehindert wurden:
Sehr traurige Geschichte.
Ich meine, Spaß beiseite, wenn mir dauernd Pappnasen durch den Garten schlappten, wäre ich auch genervt. Aber in dieser Situation geht es darum, dass es schon irgendwie vom Start weg schlecht durchdacht war, dass die Grundstücke bis zum See gingen, damit die nicht ganz so begüterte Fraktion da nicht mit ihren unwürdigen Quadratlatschen rumtüffeln konnte. Das musste ja ins Auge gehen. Und irgendwie ist das mit den Grundstücken an der Uferkante auch nicht so hundertpro im Einklang mit der öffentlichen Betretbarkeit laut Landesverfassung und dem Bauverbot laut Naturschutzgesetz.
Extra3 war sehr kreativ und hat erstmal einen vorläufigen Kunststoffsteg gebastelt, leider hatten sie auch noch eine Genehmigung in der Tasche. Was Graf Koks veranlasste, sein bisher noch nicht aus der Originalverpackung geholtes Boot nötig eine Runde fahren zu müssen, damit die Drecksreporter wenigstens den Steg öffnen mussten. Ich kann nicht in Worte fassen, wie gespannt ich auf die Fortsetzung der Geschichte bin.
Nägelkauend,
Caroona
Nun wohnten und wohnen dort am Ufer ziemlich betuchte Menschen in ziemlich schicken Villen. Ich gönne denen von Herzen die Häuschen sowie den Geldsegen, kein Problem. Aber es wurde damals schon gemurmelt, weil der dämliche Plebs immer am Ufer langwuselte, "mitten durch die Privatgrundstücke"! Genauer formuliert: Den Sandweg entlang, zwischen Böschungsmauern einerseits und Ufergraskante andererseits, also nicht direkt am Pool oder Kugelgrill der Anwohner längs oder so. Schilder aufstellen half nichts. Dementsprechend wurden dann wohl jetzt Hecken quer über den Weg gepflanzt.
Nun habe ich heute in einer seriösen Nachrichtensendung (Extra3) erfahren müssen, wie die armen Anwohner nicht nur vergackeiert, sondern auch noch fast an der dringend nötigen Bötchenfahrt gehindert wurden:
Sehr traurige Geschichte.
Ich meine, Spaß beiseite, wenn mir dauernd Pappnasen durch den Garten schlappten, wäre ich auch genervt. Aber in dieser Situation geht es darum, dass es schon irgendwie vom Start weg schlecht durchdacht war, dass die Grundstücke bis zum See gingen, damit die nicht ganz so begüterte Fraktion da nicht mit ihren unwürdigen Quadratlatschen rumtüffeln konnte. Das musste ja ins Auge gehen. Und irgendwie ist das mit den Grundstücken an der Uferkante auch nicht so hundertpro im Einklang mit der öffentlichen Betretbarkeit laut Landesverfassung und dem Bauverbot laut Naturschutzgesetz.
Extra3 war sehr kreativ und hat erstmal einen vorläufigen Kunststoffsteg gebastelt, leider hatten sie auch noch eine Genehmigung in der Tasche. Was Graf Koks veranlasste, sein bisher noch nicht aus der Originalverpackung geholtes Boot nötig eine Runde fahren zu müssen, damit die Drecksreporter wenigstens den Steg öffnen mussten. Ich kann nicht in Worte fassen, wie gespannt ich auf die Fortsetzung der Geschichte bin.
Nägelkauend,
Caroona
caroona - 27. Aug, 15:00
Diana Kennedy - 27. Aug, 15:41
Also ich fands schon immer ein Unding, dass man sich überhaupt Strand - sei es nun von Seen oder Meer - privat kaufen kann. Sowas sollte Allgemeingut sein und bleiben. Es reicht, wenn ufernahe Grundstücke bis zu einer bestimmten Nähe ans Ufer reichen, das ist dann immer noch Luxus pur. Der Uferbereich sollte aber öffentlich sein.
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