Alltag

Donnerstag, 3. April 2008

Aua, meine Finger...

Seit ich die meiner Mutter abgeschnackte Gitarre im Wohnzimmer stehen habe, komme ich viel öfter dazu, sie mir "mal kurz" zu schnappen. Dadurch habe ich so einige Lieder aus meinem Lieblingsliederbuch ganz neu entdeckt und mich zum Teil ganz neu in die Lieder verliebt. Aber was so Fingerkuppen Blasen bekommen können, nach nur einer Stunde leichtem Geklimper, oijoi.

Ich hatte mal so um 1990 rum Gitarre spielen gelernt (Ein Hoch auf Peter Bursch!), das aber dann mit meinem Auszug 1993 wieder einschlafen lassen, weil ich kein eigenes Instrument hatte. So gaaaaanz langsam kommt die Erinnerung wieder, aber ich glaube sowas wie b-Moll habe ich nie gekonnt *verknot* Und das steht in diesem fiesen Buch dauernd. Aua, aua, aua. Tja, heißt halt üben. Arme Nachbarn, armer Dirk. Aber lassen kann ich das nicht, sobald die Blasen einigermaßen verheilt sind, gehts weiter.

Alles Liebe und Tralala,

Caroona

Dienstag, 1. April 2008

Wo ich schon bei Sprache bin.

Bei Musik höre ich eigentlich immer auf die Texte, erstens weil ich gerne mitsinge und ungerne auf die phonetische Approximation zurückgreife, zweitens, weil es mich interessiert, was die Leute so zu sagen haben, drittens weil mein Hirn da auf Autopilot schaltet und sich am Lautsprecher festsaugt. Einige andere sind da viel unbekümmerter. So kommt es, dass mancher meint, nur weil ein Lied "Roses" heißt", sei es ein geeigneter Valentinsgruß für die Freundin. Unser Besuch letzte Woche fand es auch nicht bemerkenswert, dass die Bates "Independent Love Song" gecovert haben.

Tja, ich wollte ewig und drei Tage schon mal eine Umfrage anzetteln hier, einfach ums auszuprobieren. Also frage ich so rein in die Tüte:

Achtet Ihr beim Musikhören auf die Texte, wenn sie in einer Sprache sind, die ihr beherrscht?

Immer
Manchmal
Selten
Nie

  Resultate

caroona, 10:25h.


Liebe Grüße,

Caroona

Mittwoch, 19. März 2008

Feeeeerieeeeeen!

Jetzt habe ich auch schön langsam die Nase voll von Prominentenraten. Wenn mir auch die schlechte Laune gestern abend noch mal zwischenzeitlich beim Nachgucken eines Physiktests aufgebessert wurde. In den USA messen sie nämlich anscheinend die Temperatur mit Hilfe der Freiheitsskala. Na, hat sich jemand wenigstens was bei gedacht.

Einerseits liegt hier zuhause voll viel an, was geräumt werden will und müsste, außerdem habe ich eine kleiiine Liste mit Dingen, die ich für die Schule immer schon basteln, schnippeln oder laminieren wollte, aber nie so recht dazu kam. Andererseits fühle ich mich jedenfalls genau in diesem Moment nur noch danach, alle viere von mir zu strecken und mich nur noch im äußersten Notfall aus dem Sessel zu bewegen.

Ich hoffe mal, dass ich da einen gesunden Mix draus zusammenrühren kann. Für heute findet aber nichts mehr statt, habe ich gerade beschlossen.

Haaaaaaaachjaaaaaaaa. *kissennochmalzurechtruckel*

Liebe Grüße,

Caroona

Samstag, 8. März 2008

Lerngelegenheiten, yay!

Also, wenn ich eins nicht abkann, dann einen inkompetenten Eindruck zu machen. Es ist mir zwar im Grunde egal, was andere Menschen von mir denken, weil ich weiß, was ich kann, und weil ich mich weigere, mein Lebensgefühl am Urteil anderer aufzuhängen. Trotzdem.

Zurückblickend möchte ich hiermit dazu raten, vor einer Vorführung vom Filmsequenzen per Laptop und Beamer den Desktop leerzuräumen. Ich tendiere dazu, Dateien "erstmal" genau da hinzuflanschen, damit ich sie schnell wiederfinde. Führte aber dazu, dass die Kommunikation mit dem Beamer gar nicht mehr gut ging, und in der hintersten Reihe schon der Ruf "Ha, Frauen und Technik" laut wurde. Allerdings konnten die Jungs auch nichts dran ändern, dass bestimmt zwanzig Minuten lang nur eine hellblaue Fläche auf der Leinwand zu sehen war.

Es hat mich gar nicht mal das Geläster so sehr geärgert, sondern die Tatsache, dass ich es im Grunde selbst vermasselt habe. Mein Laptop hat ein bisschen wenig Arbeitsspeicher, das weiß ich, der Beamer zieht Rechenleistung, und ich habe noch ein paar andere Filme von diversen MB auf dem Desktop gehabt. Von der rationalen Erklärung kann ich mir aber jetzt auch nichts kaufen, die Stunde war ziemlich im Eimer - mal davon abgesehen, dass jemand die Klasse schon vorher reingelassen hatte. Als ich reinkam, lief schon Godzilla (Echt!) und meine Laune war spontan auf dem Nullpunkt. Am Ende gab es einen ordentlichen Rundumeinlauf für alle.

Am Tag danach hatte ich entrümpelt und konnte den Film ohne Probleme vorführen. Macht aber die Pleite nicht wirklich wett, der Eindruck bei der Achten ist erstmal im Eimer. Und ob ich damit leben kann, dass die mich für den Superlöffel halten, oder nicht: Es ist wesentlich schwieriger und unerfreulicher, einer Gruppe was beizubiegen, wenn die annimmt, ich hätte eh nix drauf.

Wieder was gelernt, beim nächsten Mal mache ich alles anders, aber ehrlich? Ich lerne am allerallerliebsten ohne Publikum. Gnarf. Und irgendwas ist doch immer, ich bin bloß gespannt, was die nächste Lernmöglichkeit für mich bereit hält. Hurra.

Wenigstens war bis eben super Wetter und ich konnte meine Bäume photographieren, was die liebe Emma ja letztes Wochenende hat ausfallen lassen.

Liebe Grüße,

Caroona

Sonntag, 3. Februar 2008

Der böse Dieter

Auch wenn ich mich hier oute, weil ich in die eine Sendung von "Deutschland sucht den Superstar" reingezappt habe: Diesmal, finde ich jedenfalls, ist Dieter Bohlen nicht schuld. Da hat wohl ein kleiner Träumer geglaubt, jetzt könnte er seine Superkarriere antreten und konnte mit dem relativ harmlosen Urteil nicht leben und hat den sterbenden Schwan gegeben. Letzteres wurde dann noch extra weidlich ausgeschlachtet. Dass die Jury die Eltern des Zusammengebrochenen für mitverantwortlich hält, wird kritisiert, aber ich denke, da ist was dran.

Dieser ganze Castingzirkus läuft doch schon ein paar Jahre und so langsam sollte sich echt rumgesprochen haben, was da gesucht wird. Perfekt symmetrische Gesichter, eine einigermaßen schlanke Figur und neben Tönetreffen auch noch eine mehr oder weniger stromlinienförmige poptaugliche Stimme. Wer ernsthaft glaubt, da weiter zu kommen, ohne sämtliche Kriterien zu erfüllen, hat anscheinend den Kontakt zur Realität verloren. Und wenn da schon jemand nicht besonders aufregend oder eventuell auch mal gar nicht singen kann, warum redet dann noch das Umfeld dieser Person das nicht aus? Warum lassen die Eltern ihren offensichtlich nicht besonders belastbaren Sohn ins Messer laufen? Warum rechnet der Junge, der vorher noch Bohlens Sprüche "totaaal witzig" fand nicht damit, dass es auch ihn treffen kann?

Klar ist es fies vom Sender, extra die untalentierten und irgendwie nicht modelhaft aussehenden Typen rauszusuchen und dann so richtig mit Special Effects durch den Kakao zu holen, aber jeder und jede weiß doch vorher, wie es läuft. Und vor allem auch, dass nach kurzer Zeit kein Hahn mehr nach dem hochgejubelten Superstar kräht. Schon alleine von daher verstehe ich den anhaltenden Erfolg dieses Formats überhaupt nicht.

Aber auch wenn Onkel Dieter nicht der Netteste ist, wer extra loszieht, um sich eine Packung abzuholen, muss sich nicht wundern, wenn es dann weh tut. Mag hartherzig klingen, seh ich aber so.

Alles Liebe,

Caroona

Sonntag, 16. Dezember 2007

Wenn die Gier sich durchsetzt

Am Freitag war ich nun zur Kollegiumsweihnachtsfeier. Ging gleich mit Toffeelikör und Sherryumtrunk los, wobei ich zum Glück die weite Autoheimfahrt vorschützen konnte. Richtig interessant wurde der Abend aber erst beim Ramschbingo. Alle hatten irgendwelchen Schrott liebevoll verpackt und mitgebracht. Wir hatten so hochoffizielle Bingozahlenkarten und dann wurde ausgerufen und jeweils passende Quadrate abgedeckt. Bei einer vollen Reihe durften wir uns ein Päckchen von der Fensterbank greifen. Ganz ehrlich, bei meinem ersten Bingo habe ich noch die Bälle flach gehalten und nix gesagt, weil ich ja wusste, was ich eingepackt hatte und (zu Recht) befürchtete, dass die anderen Geschenke nix besseres zu bieten hatten. Aber als so nach und nach neben mir alles "Bingo!" brüllte und zum Päckchenstand schob, setzte dann allerdings irgendwie doch die Rationalität aus und ich sah zu, dass ich auch noch was von diesen tollen Gewinnen abstaubte.

Als alle Gruselpakete verteilt waren, durften wir bei einem Bingo einfach von den anderen klauen. Und da ging der Blutrausch erst so richtig los. Ein besonders schicker Karton wanderte bestimmt zwanzigmal hin und her, fast schon unter Zähnefletschen. Nach der letzen Zahlausrufung ging das Licht an, und wir waren gezwungen, den Mist auszupacken. In diesem extrem populären Karton war tatsächlich und allen Ernstes die Klischee Wolfgang-Petry-CD. Wir haben uns fast nassgemacht. Ich musste eine Siegerurkunde von 1962 in einem bröckeligen Rahmen, ein Buch zum Anlegen von Tennisplätzen (Baugenehmigungen, Abstände von Zaunhalterungen, Regenabflussvorrichtungen und dergleichen...) und eine im Stockdunklen unter schwerem Drogeneinfluss designte Zettelhalterholzfigur mit nach Hause nehmen. Da habe ich wenigstens was, was ich nächstes Jahr fürs Bingo einpacken kann.

Aber echt bemerkenswert war diese seltsame Gier, die auch mich mitgerissen hat. Eigentlich bin ich überhaupt nicht so habenhabenhaben, aber da geht einfach dermaßen die Gruppendynamik ab, und ich prügel mich um Dinge, die kein Mensch braucht. Und jetzt mein Lieblingswort: Bizarr.

Ein kurzes Energieupdate: Ich habe weder Bäume ausgerissen, noch klappert mein Herz durch die Rippen durch, aber die Laune ist doch deutlich gestiegen und ich habe hier so einiges zu Hause geräumt, was ansonsten ewig liegen geblieben wäre. Nimm das, blöde Schilddrüse!

Und gleich inspizieren wir die zweieinhalb Brunsbüttler Weihnachtsbuden.

Alles Liebe,

Caroona

Sonntag, 9. Dezember 2007

Mal sehen, was das gibt...

Nach mehr als einem Monat nun also wieder Meldung von mir. Nicht nur ist meine Festplatte geschreddert und ich muss den Laptop meines Gesponses ausleihen, ich bin auch so langsam von der Energie her ganz unten angekommen und die Liste mit Dingen, die der Erledigung harren, ist superlang. Nichts geht mehr.

Ich hoffe, dass ich jetzt eine organische Erklärung habe: Mein Immunsystem frisst offensichtlich meine Schilddrüse und die produziert zuwenig Hormon und das steuert den Energiehaushalt des Körpers. Heute morgen habe ich mir die erste Dosis künstlichen Hormons zu Gemüte geführt und wenigstens bisher noch kein Herzrasen oder ähnliches. Hoffentlich gibt mir diese Substitution wirklich den erhofften Schub und peppt auch meine Laune wieder auf.

Was ganz anderes: Unser ortsansässiger Schokoladenfabrikant hat sich ganz weit aus dem Fenster gewagt. Mir jedenfalls sind derart gewürzte Schokoladen noch nicht untergekommen. Als da wären: Meersalz und Kräuter der Provence, Anis und Lakritz, Curry mit Karamel naja und dann grüner Pfeffer und Chili, aber das ist ja vergleichsweise weniger ungewöhnlich.

Was soll ich sagen, Meersalz und provencalische Kräuter passen bedeutend weniger schlecht zu Schokolade, als ich befürchtet hatte. Was es über mich aussagt, dass ich mir das Probierset mitnehme, steht noch auf einem anderen Blatt. Als nächstes gehe ich Karamel-Curry an. Wenn ich das überlebe, melde ich mich wieder, vermutlich sogar früher als in einem Monat :o)

Alles Liebe,

Caroona

Samstag, 3. November 2007

Phonetische Approximation

Ein Studienkollege hat so mal netterweise das Phänomen bezeichnet, bei dem Liedtexte komplett falsch gesungen werden, aber sehr ähnlich klingen.

Neulich wurde ich ganz ernsthaft von einem Schüler gefragt: "Heißt es eigentlich Arsch voll Korn oder Arsch voll Korl?" Ich muss irgendwie überfordert geguckt haben, denn er ergänzte: "Naja, Arsch voll Korl to say I love you..."

Meine Helden.

Alles Liebe,

Caroona

Dienstag, 16. Oktober 2007

Hallo Diana!

Moin auch, ich habe jetzt mehrmals Emails als unzustellbar zurückbekommen, daher versuche ich es hier. Ich hatte von Dir nämlich, so weit ich weiß, auch keine Mail bekommen, anscheinend kommunizieren unsere Accounts nicht miteinander.

Wenn es neue AWH Comics auf deutsch gibt (also mindestens den zweiten Teil der Narrangansett-Geschichte), hätte ich die super gern, ich finde aber immer Deine Bestellseite nicht so richtig wieder. Den Selenecomic würde ich auch auf englisch kaufen, wenn die deutsche Übersetzung noch länger nicht rauskommt.

Kannst Du mir mit einem Link weiterhelfen? *lillyeske Hundeaugen aufsetz*

Liebe Grüße,

Caroona

Freitag, 31. August 2007

Bilanz der ersten Schulwoche

Das Leben kann echt schön sein. Ich bin seit einer Woche als "echte Lehrerin" an einer Grund- und Hauptschule an der Westküste tätig. Und ich werde da von den Kindern freundlich mit Moin begrüßt und mit Handschlag verabschiedet und das Kollegium ist nett und lustig und lebendig und hilfsbereit. Hachja, so geht es eben auch. Das bisschen Fahren durch die Pampa macht mir weniger aus, als ich dachte. Nur muss ich mich noch an das frühe Aufstehen gewöhnen, ich bin zur Zeit doch mächtig müde. Naja.

Wie peinlich, ich mache jetzt auch Flüstermäuse. So'n adaptiertes Evilzeichen, mit den Fingerspitzen von Daumen, Mittelfinger und Ringfinger nach vorn, wie so eine Art Fuchskopf. Mund zu, Ohren gespitzt. Ich fand das eigentlich eher albern vorher, aber wenns die Bande ruhig stellt, mach ich mich auch mal zum Löffel.

Wenn da jetzt noch ein bisschen Routine einkehrt, könnt da was von werden.

Optimistisch grüßt

Caroona

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