Fangirling
Dann und wann lese ich Kritiken über Bücher, Filme und Serienepisoden. Und frage mich: Was mache ich falsch, dass ich nicht sehe, dass Charakter XY unglaublich nervt. Dass der Plot ja hier und da und dorten Riesenlöcher hat. Dass irgendwo im Skript ein paar sehr flache Anteile sind. So langsam bin ich dazu übergegangen, negative Kritiken nicht mehr zu lesen, weil sie mir etwas versauern, was ich eigentlich gut finde. Mir erschließt sich nicht, was Menschen dazu bringt, sich Dinge anzusehen oder zu lesen, die sie so beknackt finden. Und ob sich jemand erst so richtig gut fühlt, wenn er oder sie in allen Details und hochwissenschaftlich belegt hat, warum das alles so beknackt ist.
So als kunstschaffende Person sollte die Grundausstattung sein: Helm, Ganzkörperpolsterung und Geheimversteck, möglichst unterirdisch. Ich erinnere mich lebhaft an Harry Potter Band 6, da waren die harmlosen Drohungen noch, wir schicken JKR alle Schutzumschläge zurück (das Porto für das Buch USA -> UK wäre dann doch zu teuer gekommen) und lesen Band 7 nicht, muahaha. Zudem hat JKR das Verbrechen begangen, zu viele Adverbien zu benutzen, das gab auch Ärger... Oder Joss Whedon, berüchtigt für das Abmurksen schwer populärer Charaktere, der hat auch ganz schöne Tiraden kassiert.
Ich bin was das Fangirling angeht, ziemlich hartgesotten und nehme eine Menge Dinge hin, wenn das Erlebnis mir dafür wenigstens unter die Haut geht. Klar kann ich da auch erstmal entsetzt und traurig sein, aber oft ist es das wert. Im realen Leben bin ich die Königin des halbleeren Glases, ich kann auch jaulen, wenn aus einem Glas nur ein Schluck fehlt. Aber wenn ich mich mal an einem Fandom festgebissen habe, ist mein Fokus auf den Dingen, die ich gut finde. Es passiert ganz selten, dass ich ein Buch oder einen Film oder eine Serienfolge schlecht finde. Glück gehabt?
Mag sein, dass ich ein naives und leicht zu befriedigendes Bild abgebe und vielleicht nicht so den literarisch kritischen Einblick habe, um andauernd irgendwelche Längen oder fehlende Spannung aufgrund verbaselter stilistischer Elemente zu bemerken. Ist mir egal. Besser als überall mit der Pinzette die Dinge rauszufieseln, die nicht 100% tiptop sind.
Vielleicht sollte ich mal nen Weg finden, diesen für mich komplett untypisch positiven Ansatz mit in meinen Alltag rüberzunehmen. Dann hätte ich tatsächlich noch einen konkreten Nutzen aus meinen Obsessionen, die mich zumindest die vergangene Woche emotional im Griff hatten.
Erste Caroonapflicht: Heute abend, im Gegensatz zu gestern, erstmal gar nicht in irgendwelchen Livejournals nach ersten Reaktionen gucken und dann wieder unverspoilert abwarten, was die letzte Folge bringt. *hoppel*
An den Fingernägeln kauend grüßt
Caroona
caroona - 10. Jul, 08:15
Und zwar für ernsthafte Gegenmaßnahmen. Weil auf Youtube ein Clip war, in dem das Doctor Who Theme gesungen wurde, welches sich aber von dem der neuen Serien unterscheidet, musste sich Caroona ganz dringend die Noten besorgen und auf der Suche danach fand sich natürlich eine
Webseite mit Midis zu allen möglichen Serien. Ich meine wirklich das komplette Spektrum: Magnum, Miss Marple, He-Man, Tripods (Tripods!!! *hoppelhoppel*) und und und.
Sich auf den Download von nur circa zehn dieser Dateien zu beschränken war schon hart genug, aber die müssen natürlich alle durch meinen
Lieblings-Anvil geschoben werden. Ich habe es nicht drauf, dass ich aus einem Stück alle möglichen Stimmen so raus höre, aber ich habe manchmal so einen Hang zur mathematisch-sezierenden Faszination an Musik. Muss ich halt Midis öffnen und jeden Track einzeln einmal komplett durch verfolgen. Und da ich hier kein Klavier habe, muss ich halt das Who Theme auch in Anvil reinfrackeln, alle vier Seiten und dann mal gucken, mit welchen Instrumenten es sich am wenigsten schaurig anhört, husthust, da geht der eine oder andere verregnete Nachmittag bei rum.
Dass der Herr Evil die letzte Woche mit einem Kumpel in Urlaub war, tat noch ein übriges. Ist nicht so, als hätte ich nix zu tun. Aber, aber, aber... So viel Musik, so viel zu gucken, so viel rumzufummeln. Das ist wie mit dieser Blasenfolie, nuuuuur ein paarmal draufdrücken, so vielleicht zehn Blasen? Piffpaffplöpp, und Caroona steht da mit 5 Quadratmeter platter Folie in der Hand, jede Menge Zeit mit Spackelei verbracht, aber ein seliges Grinsen im Gesicht.
Schaffe ich heute denn wohl noch was Sinnstiftendes? Hmmmmmmmmmmmmm...
Alles Liebe,
Caroona
PS: Wenn ich jemandem wissentlich einen Tipp für unzählige Missheard Lyrics Videos auf Youtube gebe, ist das dann, als hätte ich der Person eine Rolle Blasenfolie in die Hand gedrückt? :o)
caroona - 15. Mrz, 13:20
Seelenverwandschaftsalarm! Jetzt weiß ich, dass es noch mindestens eine zweite Person außer mir gegeben hat, die als Kind nervenzerfetzend jaulig war und vom eigenen Vater dramatisch in die Mülltonne gehalten wurde, damit die große Schwester Panik bekommt und das kleine Geschwister doch nicht in echt loswerden will.
Ob das jetzt als gute Nachricht durchgeht? Ich weiß ja nicht. Was sagt die große Schwester?
Alles Liebe,
Caroona
caroona - 7. Mrz, 17:19
Die letzten Wochen lag ich immer mal wieder darnieder, so sehr, dass ich meinen "Ich kann doch nicht ausfallen!!!"- und "Zuhause fühle ich mich noch schlapper"-Reflex ausschaltete und mir den einen oder anderen gelben Schein abholte. Es kam wie es kommen musste, beim Rumschlendern im Internet stolperte ich zum wiederholten Mal über Kommentare über eine britische Serie, hatte dieses Mal einfach zu viel Zeit und hing - zupp - am Haken. Hallo Torchwood, wie konnte ich Dir so lange widerstehen? Aliens, Raum-Zeit-Riss mitten in Cardiff, staubtrockener Humor und große Emotionen, einfach zu verlockend.
Im Nachhinein in eine Serie oder in eine Buchreihe einsteigen ist einerseits wie ein wunderbarer Rausch, aber auch schrecklich schnell vorbei, weil ich persönlich gut und gerne drei, vier Folgen hintereinander gucken kann, mit großen Augen und einem Dauergrinsen. Okay, glücklicherweise hängt bei Torchwood noch Doctor Who mit hintendran, die am längsten laufende Science-Fiction-Serie überhaupt, also da geht noch was, aber trotzdem. Caroona im fiktionalen Bonbonladen, sabbersabbersabber. Gut, dass es noch die Bücher und Comics gibt und demnächst noch eine Miniserie, aber wenn ich damit auch durch bin, was mache ich dann?
Wenn ich so eine neue Welt entdecke, stürze ich mich immer kopfüber mit Haut und Haaren rein, ich weiß gar nicht, wie Dr. Evil das aushält, wenn er nach Hause kommt und seine Frau hat inmitten eines Altpapier-Geschirr-Wäsche-Stapels stundenlang in Livejournalcommunities und Wikipedia gestöbert und erzählt nur noch im Stil von "Captain Jack sagt in solchen Situationen immer..." Jedes neue Fandom verschlingt mich erstmal wieder für ein paar Wochen, es gibt so viel Meta und soviele Interviews auf Youtube und offizielle Seiten von der BBC und BBC Amerika.
Manchmal befürchte ich, ich bin mental permanent 14 Jahre alt oder so. Na, wenigstens abonniere ich nicht das Torchwood-Magazin und bastele mir einen "Ianto Jones (Emo never looked so pretty)"-Starschnitt zusammen. Aber auch nur, weil ich kein Stück Wand über habe, wo der gut hinpasste. Es sei denn, ich nehme meinen Ganesha-Wandbehang ab. Oder in der Küche müsste das riesengroße Periodensystem der Elemente weg. Aber so schlimm ist es dann wieder auch noch nicht. Und beim PSE hätte der Herr Evil vermutlich wirklich was dagegen.
Nun warte und hoffe ich darauf, dass mit dem Resthusten auch die Fangirling-Verliebtheit wieder abklingt. Bis zum nächsten Krankgeschriebensein und zum nächsten neuen Fandom. Oder mal sehen, vielleicht werde ich ja doch noch mal alt und weise und vernünftig.
Haha.
Alles Liebe,
Caroona
caroona - 6. Mrz, 13:24
So langsam wird es ja auch mal besser mit dem Gehuste und Geschniefe. Und kleine Freuden tragen noch zusätzlich zur Erholung bei, wie zum Beispiel folgendes:
Eine Gruppe Hardcorefans nimmt mit einer nach Originalblaupausen gebauten Kulisse und in Originalkostümen
neue Folgen der alten Serie "Enterprise" auf und bietet sie im Netz zum Download an. Ich habe jetzt die ersten fünf Folgen vorliegen und gestern abend haben wir selig grinsend zwei davon angeguckt. Dass wir das noch einmal in brandneu sehen können, wie für einen Traktorstrahl ein jämmerlicher kleiner Kippschalter umgelegt wird. Bonbonfarben ausgeleuchtete Flure. Ewig dieses Dü-düüüü-Pfeifgeräusch. Extrem gestellte Zweikampfszenen. Kamerageruckel und Gehopse auf den PVC-Sitzen, wenn irgendwelche Photonentorpedos einschlagen. Die Plots sind bisher nicht unübersichtlicher als die von früher. Kirk ist ganz hervorragend schmierig dargestellt. Was will ich mehr?
Hätte ich da mitgedreht, ich hätte soooooooo ein Dauergrinsen im Gesicht gehabt. Großer, großer Spaß.
Liebe Grüße,
Caroona
caroona - 4. Feb, 08:46
Na, das hat mal die weite Reise nach Lübeck (ultimativ fürchterliche Straßenführung!) mehr als gelohnt. In Hamburg verpasst, nun nachgeholt: Der Soundtrack zum Herrn der Ringe von Howard Shore als Livekonzert. Oha, ich bin seit Tori Amos in Nottingham nicht mehr derartig auf den Knien nach Hause gerobbt und gleichzeitig einen halben Meter über den Boden hinweg geschwebt. Mit anderen Worten: Großartig. Grooooooooßartig.
Ging schon damit los, dass freundlicherweise im Kongresszentrum gestern eine Art Esomesse stattgefunden hatte und alle Räumlichkeiten lecker eingeräuchert waren. Erst dachte ich, das wär speziell fürs Konzert gewesen, aber auch so sehr passend und nett. Die Zuschauer deckten die zu erwartende Bandbreite ab, die extrem Geschniegelten, die Nerds mit Brille und Seitenscheitel, die Turnschuhfraktion, der nette Mann im Tweedjackett, die bulligen Männer mit Metalshirts und geflochtenem Kinnbart und natürlich ein paar Elfen (ich verweigere mich hier mal der Lautverschiebung) im vollen Ornat, wahlweise in schwarz oder weiß. Hach, schön. Wir selber waren so auf dem Tweedlevel.
Und dann die Musiiiiiiiiik: A meisten geliebt habe ich die Trommelsektion, besetzt mit Hobbits und Zwergen (?). Und besonders süß fand ich, dass der Berserker an der allergrößten Trommel dann die Winzflöte für das Shiremotiv rausgezogen und ganz herzzereißend allerliebst geflötet hat. Und die Dirigentin war auch ganz großer Sport, die wurde so oft noch mal wieder rausapplaudiert, dass sie nachher schon sehr nachdrücklich Neeneenee gewunken hat. Die Sopranistin und Altistin waren auch zum Sterben gut, die hätte ich so mit nach Hause nehmen können. Aaaaaachja.
Ich hätte aber durchaus gerne auf die Videoleinwand mit der zusammengestümperten Powerpointpräsentation verzichtet. Die teilweise zusammenhanglos reingekreiselten, von irgendeinem Amateur in fünf Minuten selbstgepinselten Bildchen von Schwertern und Toren vor dem Hintergrund einer Mittelerdekarte haben weniger geholfen als abgelenkt und manchmal auch das eine oder andere Augenrollen ausgelöst. Zum Beispiel der Reiter, den ich als Gandalf abgelegt hatte, wegen des weißen Pferdes, den Dirk aber für einen Ringwraith hielt, wegen der tiefen Kapuze. Den zugenarbten Oger konnten wir gar nicht identifizieren, der Wassermann mit Hut könnte Gollum gewesen sein, vielleicht auch nicht. Aber die Krönung war es, als bestimmt fünf Minuten lang Saurons Ring offensichtlich spiegelverkehrt (Hallo, da sind Buchstaben drauf, sowas fällt auf!) eingeblendet wurde. Wer so einen lieblosen Quatsch fabriziert, gehört an den Füßen aufgehängt. Wenn sie meinetwegen immer den jeweiligen Titel eingeblendet hätten, das hätte vielleicht noch was gebracht und durchaus gereicht, die Beleuchtungsabteilung hat so schon alles gegeben, um die jeweils nötige Stimmung zu erzeugen.
Und doch, und doch... das reichte nicht, um mir den Abend zu versieben. Ich hatte fast permanent eine Gänsehaut, wortwörtlich. Huuuuaaaa... Die Stücke waren merkürdigerweise nicht chronologisch, warum auch immer. Zunächst befürchtete ich schon, das würde aber eine kurze Vorstellung, da wir ruckzuck im dritten Film waren. In der Pause stöberte Dirk mal kurz in einem Programm und stellte fest, dass zum Beispiel „Concerning Hobbits“ in der zweiten Hälfte dran sei, uff. Nach welchen Gesichtspunkten auch immer die Reihenfolge zusammengestellt wurde, es passte auf jeden Fall ganz hervorragend. Leider fehlten Pippins Solovortrag vor Denethor und Eowyns Gesang zur Beerdigung ihres Bruders, ansonsten blieb kein Wunsch unerfüllt. Auch die Zugabe der Trommelhobbits war spitze. Und bei „Into the West“ liefen mir planmäßig die Tränen über das Gesicht. Was will ich mehr?
Da hat sich der Howard Shore wirklich ein Denkmal gesetzt. Ich habe die Bücher auch erst zwischen dem ersten und dem zweiten Film gelesen, es hat selten bis nie eine Verfilmung gegeben, die mich derart beeindruckt und berührt hat. Soviel daran ist so perfekt und liebevoll und detailliert. Shore hat meiner Meinung nach die Seele der Bücher sehr authentisch vertont, und ich kann nur empfehlen, sich dieses Konzert zu gönnen.
Noch immer schwebend,
Caroona
caroona - 15. Mrz, 10:27
Gestern ging das Gehopse ja nu zu Ende, und diesmal hat mein bevorzugter Wetterzauber (= Regenjacke mitnehmen) funktioniert und es war die ganze Zeit über trocken. Mein kleiner Bruder ist manchmal etwas fußlahm, hähähä, deswegen sind wir nicht bis zum Schluss geblieben, aber für einen ordentlichen Muskelkater in den Beinen hat es gereicht. Alles in allem ein tip top Wochenende.
Humpelgrüße,
Caroona
caroona - 19. Aug, 17:08
Bestes norddeutsches Festivalwetter = Es schüttet, bis mir die Suppe in die Regenjacke rinnt. Schon bevor vorgestern irgendwas losging, war das Gelände durchweicht. Und ich meine echt durch, so ca. 30 cm tiefer Matsch oder ebenso tiefe Pfützen. Gestern morgen haben sie dann nochmal eine 30 cm dicke Strohschicht drübergewurschtelt, hält zwar im Groben erstaunlich viel Nässe, aber im Ergebnis hatten wir damit einen Hektar Hüpfburg, was sich als sehr gelenkschonend erwies, aber es läuft sich auch wie auf Eiern.
Die Rede ist vom
Dithmarscher Rockfestival und ich muss nochmal eine Lanze für so kleine regionale Veranstaltungen brechen. Was da für ein heiterer Mix an Bands auftritt, die Unterhaltung für die ganze Familie bieten, das ist einfach schön. Livemusik ist ja immer gut und dieses Jahr waren aus meiner Sicht nur ganz wenige Graupenbands und jede Menge Spitzenentertainment. Selbst das Publikum kommt so langsam in Fahrt, normalerweise ist beim Dithmarscher an sich die Stimmung auf dem Siedepunkt, wenn von hundert Leuten drei mit dem Kopf im Rythmus mitwackeln. Und sollte sich tatsächlich irgendwo eine Pogozelle bilden, sind das bestimmt irgendwelche weit angereisten Kids aus Itzehoe oder so.
Die Waltons (Cow Punk auuuus Berliiin) haben wir (mein Bruder und ich und noch ein paar andere Hoschis) durch unsere Wasserfestigkeit derartig überzeugt, dass sie uns ein Bierchen spendiert haben. Einen herzlichen Dank dafür nochmal an dieser Stelle. Yeeeeehah!
Wir haben leider, trotz heute wirklich blauem Himmel, Dirk nicht zum Tagesticket überreden können, vermutlich hätte ich nicht den Sänger von Sub7even zitieren sollen, der sagte "Och, ich erwarte von Euch nicht, dass ihr tanzt, ihr seid bestimmt froh, wenn noch wenigstens der Kopf rausguckt, hehehe!"
Ich muss allerdings einräumen, dass wir voll rumwimpen und zuhause übernachten, weil die Schlammschlacht in Marne in einer Entfernung von ca. 10 km stattfindet und Dirk den Taxidienst macht. Bei der Pampe ist Zelten dann doch nur was für ganz Wildentschlossene. Ich schäme mich auch ein bisschen. Vielleicht zelte ich dann ja doch noch nächstes Jahr.
Und heute nachmittag werde ich meinen Nackenmuskelkater noch ein wenig steigern. Aua, aua. Yay!
Alles Liebe,
Caroona
caroona - 18. Aug, 10:30
Die liebe Frau Rowling hat mir von einer langen langen Liste an Wünschen so ziemlich jeden erfüllt. Ihr könnt Euch jetzt gerne bildlich vorstellen, wie ich hier auf dem Boden knie und grinse, als gäbe es kein Morgen. Was ich nicht bekommen habe, wird vielleicht in den nächsten Tagen noch ein wenig an mir nagen, aber die allerwichtigsten Dinge waren mit drin in der Wundertüte namens "Deathly Hallows". Oh, yay! Grins! Hüpf! Was habe ich geheult und gejubelt und "Hahaaaa!" gebrüllt...
Hach, schön.
Alles Liebe,
Caroona (jetzt wieder up to date)
caroona - 30. Jul, 17:47
Habe ich doch am letzten Wochenende mal ein schon etwas angegilbtes Buch wieder aus dem Schrank genommen, und zwar „Beim nächsten Mann wird alles anders“ von Original 1987, ich habe es 1991 gekauft. Finger hoch, wer erinnert sich? Das ging damals weg, dass es kaum zu glauben war. Und zum Quieken komisch. Schön mit vorne Diana und Charles drauf. Constanze Wechselburger sucht den Mann fürs Leben, während sie zum Filmkunststudium überlegt, wie sie in ihrem Abschlussfilm gesellschaftskritische Ansätze, die Umweltproblematik, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Feminismus und noch so einiges andere unterbringt, und dabei gleichzeitig dem unheimlich geizigen Albert eins auswischen kann. Die komplette Besetzung hat total einen an der Klatsche, entweder werden Phrasen abgesondert wie „Du, der Daniel weiß schon ganz genau, was dem gefällt, da ist der total autonom, Du“ oder bei einem Lehmskulpturworkshop erst angekündigt, Guernica nachempfinden zu wollen, dann aber doch dem Lehm die Entscheidung überlassen, lieber zu einem Geranienübertopf geformt zu werden. Und selten war eine Protagonistin so herrlich unsympathisch und gleichzeitig liebenswert.
Obwohl ich da erst ca. 17 war, das waren schon coole Zeiten, alle so progressiv und bewegt und betroffen und irgendwie so richtig im Gegensatz zu den bürgerlichen Besitzverhältnissen, aber sich über jeden Kleinkram sofort aufregen. Sind wir heute anders? Oder sind die Sprechblasen heute einfach nur anders und fallen deshalb nicht so Faust-aufs-Auge-mäßig auf?
Hmmmm, welches Buch hole ich als Nächstes wieder aus den staubigen Untiefen des Regals?
Alles Liebe,
Caroona
caroona - 19. Jun, 20:21