Projekte

Sonntag, 30. Dezember 2007

Danke, liebe Models

Jaja, nun ist es rum, das Jahr 2007. Und damit geht auch meine erste Baumerkundungsaktion zuende. Wir sind heute nochmal eine Runde gelaufen, bei der ich bei fast allen beteiligten Bäumen zum Danken fürs geduldige Modellstehen bei den Phototerminen vorbei kam. Obwohl die alberne Birke schon fast jedes Mal ziemlich rumgezappelt hat beim leisesten Windhauch.

Ich habe zwar alle Bilder beisammen, also tatsächlich im mehr oder weniger regelmäßigen Monatsrythmus geknipst, aber jetzt steht das Zusammenstellen an. Erst wollte ich ja nur ein gedrucktes Bäumeportfolio für mich machen in einem Hefter oder so. Aber ich denke, es sitzt auch drin, das in einem Photoalbum online zu stellen. Huaaaaa, Arbeit!!!

Und dann müsste ich jetzt dringend ein neues Rudel Bäume für die Beobachtungsphase 2008 zusammenstellen. Einerseits könnte ich den Deich nach Osten lang laufen und in den Vorgärten Kandidaten aussuchen. Da steht so einiges, was mir interessant scheint. Andererseits könnte ich auf dem Friedhof bei romantischer Lage und ohne irgendwelche Häuslebesitzer nervös zu machen diverse Bäume auf engstem Raum ablichten. Ein paar andere Kollegen hätte ich auch gerne mit auf der Liste, aber das erfordert dann eine Radtour. Ich werde schon ganz nostalgisch, weil meine Runde in 2007 immer so ein wunderschöner Spaziergang war.

Naja, wie auch immer, das ist mal ein Projekt nach meiner Nase, in gemütlichem Tempo, an der frischen Luft, mit hübschen Bildchen als Ergebnis und dann noch was zu lernen dabei, inklusive intensivem Erleben des Kreislaufs des Lebens durch das Jahr hindurch. Hat sich gelohnt soweit. Auch wenn ich zugegebenermaßen nicht zum Grocken gekommen bin. Aber haha, die Bäume laufen mir ja nicht weg. Kommt Zeit, kommt Grock.

Alles Liebe,
Caroona

Freitag, 10. August 2007

Jetzt habt Ihr mich so weit...

Schnauf! Ich habe so klasse dem Handarbeitsgruppendruck getrotzt, aber irgendwann ist auch mal Ende. Nicht nur, dass ich blau-weiß-rot gefingerloopt habe und peinlicherweise (?) schon das dritte Freundschaftsbändchen zusamengeklöppelt habe, und nur eins davon an jemanden zum Tragen verschickt.

Nein, jetzt gehts an die Patchworkdecke. Super. Ich will da ja auch nicht ein fertiges Muster übernehmen, neneneee. Als Erstes habe ich mir heute nach diversen Fehlversuchen ein gefälliges keltisches Knotenmuster zusammengepinselt, das unerlaubterweise aus vier ineinander verschlungenen Linien besteht. Schon mal ganz toll, vier Farben für vier Elemente, wie passend. Das werden dann acht mal sechs Fliesen von 20 cm Kantenlänge mit einem Rahmen aus genau so großen Quadraten drum, also eine Decke von 1,80 m mal 1,40 m. Und dieses Knotenmuster ist auch so richtig schön fummelig, ich bin gerade am Vereinfachen, ob sich das zum Paperpiecing eignet. Ich habe schon ein wunderhübsches Bild vom fertigen Quilt vor Augen und in ein paar Monaten bzw. Jahren könnte das fertig werden.... Hmmmmmm...

Und jetzt kommt Ihr: Sagt mir, ich soll das lassen.

Bitte!

Caroona, infiziert

Donnerstag, 17. Mai 2007

Püppiupdate

Die Gnomelfe war tatsächlich nach einer Woche nicht mehr da. Was auch immer da abging, mit großer Wahrscheinlichkeit ist dann die Erle zum nächsten Phototermin nicht mehr behängt. Was will ich mehr?

Alles Liebe,

Caroona

Samstag, 27. Januar 2007

Mein Freund der Baum - Fortsetzung

So, nachdem heute so schönes Photowetter war, habe ich mir die Zeit abgezwackt, einen ausgedehnten Spaziergang zu machen und mich dabei von ein paar Bäumen ansprechen zu lassen. Die Planung für Projekt Baum sieht so aus, dass ich eine Gruppe von Bäumen ein Jahr lang immer am letzten Wochenende des Monats photographiere (Komplettansicht, Stamm und Äste), mich mit ihnen immer mal wieder unterhalte und das eine oder andere über ihren jeweiligen Mythos rausfinde. Die Ergebnisse kommen dann in ein Album. Und nächstes Jahr mache ich mich dann an eine weitere Gruppe ran. Heute sind mir elf Baumarten "über den Weg gelaufen", unter anderem diese:

Linden im Januar 2007

Mein armes Gespons musste dabei feststellen: Bei so einem photointensiven Spaziergang ist es schwer, in Schweiß zu geraten, aber er fand es wohl auch recht spannend. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele Arten vor die Linse bekomme und ich bin noch bewusster als sonst hier durch die Gegend gestiefelt, ein netter Nebeneffekt.

Gegrockt habe ich heute nicht, erstens war ich mit der Knipserei ausgelastet und außerdem erhole ich mich noch davon, dass ich spontan und aus Versehen neulich den halben Hahn auf dem Nachbarteller gegrockt habe. Keine gute Idee, schwupp fühlte ich mich sehr lederig und nach Paprikawürzung.

Jetzt muss ich nur noch in vier Wochen diese elf Kollegen wieder finden... Äh, und noch so das eine oder andere von meiner To-Do-Liste abhaken.

Mit hochgekrempelten Ärmeln und voll enthusiasmiert grüßt

Caroona

Donnerstag, 16. November 2006

Puzzlesteine

Mein Projekt Baum kommt in den unvorhergesehensten Momenten vorwärts. Gestern war wieder einer dieser beliebten Seminartage. Auf dem Weg zum Bäckerstand zwecks Mittagsbrötchenerwerb unterhielten wir Lehrkräfte in Ausbildung uns so ein bisschen, und nebenbei stellte sich raus, dass ein eher stiller Kollege (auch Quereinsteiger), den ich immer für einen Physiker gehalten hatte, Ökologie studert hat und der totale Naturfreund ist. Er hat aus dem Stand einen Tulpenbaum identifiziert, der eine wirklich heiße und mir bisher noch nie untergekommene Blattform hat. (Ob ich das Blatt auf den Scanner lege?) Da habe ich jetzt also einen Experten an der Hand, den ich ein bisschen anzapfen kann. Und zwei neue Blätter, die ich in mein Baumportfolio (klingt das nicht super professionell?) einkleben kann, weil ich noch ein Süßkirschenbaumblatt mitgenommen habe, weils auch so entzückend schön aussah.

Leider hat sich mir noch kein Tulpenbaummythos aufgedrängt und wenn ich den Baum grocken gehen will, dessen Blatt ich aufgesammelt habe, muss ich immer erst nach Lübeck gurken. Na vielleicht stehen von den Dingern auch welche in BB. Oder ich muss ferngrocken lernen. Uijeh, dabei wollte ich mich eigentlich erstmal auf die Arten aus meinem Orakel beschränken. Aber der hat mich einfach angesprochen:

Tulpenbaumblatt

Herbstlaubgrüße,

Caroona

Montag, 23. Oktober 2006

Platt und Mein Freund, der Baum

Bin ich doch eben bei "Kassens Radloden" gewesen und habe da ein Rudel netter älterer Herren getroffen, die sich wunderschön auf Platt unterhielten. Ich versteh das zwar problemlos, spreche es aber nicht selbst. Ich könnte da nix frei formulieren. Schon eine Weile drohe ich meinem Gemahl an, dass wir dringend einen VHS-Kurs oder so belegen müssen. So gehts nicht weiter. Die Tradition endete in meiner Familie bei meinem Vater, warum weiß ich nicht. Erstens klingt es total schön und zweitens ist es auch eine Frage des Dabeiseins, der Verwurzelung.

Bringt mich zu meinem zweiten Projekt: Meine Schwester hat mir zum Geburtstag nicht nur einen virtuellen Baum nur für mich geschenkt, sondern auch ein Baumorakel. Ich bin ja gerne in der Natur und alles, aber meine Bestimmungskenntnisse sind doch sehr dünn und enden oft in: Oh guck mal der Piepvogel, wie niedlich. Na gut, einen Spatz und eine Gans halte ich ohne zu zögern auseinander und eine Rose und ein Gänseblümchen auch noch. Aber viel erkenne ich halt im Zweifelsfall dann auch nicht.

Also mache ich mich jetzt auf, nacheinander zumindest die Bäume von den Orakelkarten hier in meiner Umgebung aufzuspüren und kennenzulernen. So richtig mit Blättersammeln und Einkleben und Photographieren, außerdem will ich mal sehen, was es so alles an interessanter Literatur gibt. Das wird dann mein persönliches Baum-vor-Ort-Buch. Und das bei einer Bewaldungsrate von unter 5% hier im Kreis.

Heute habe ich erst mal einen Stapel Bestimmungsseiten gegoogelt und vorhin auf dem Nachhauseweg vom Fahrradreparateur ein bisschen geguckt, was hier so steht. Eigentlich hatte ich das Orakelbegleitbuch zufällig aufgeschlagen und wollte danach mit der Ulme anfangen. Jetzt merke ich erstmal, wie viele Bäume mit unsymmetrischen Blättern es gibt. Und dass ich eine eher ungünstige Jahreszeit für Baumbestimmungen erwischt habe. Naja, besser als im Januar, wenn sogar das alte Laub vermodert und weggeweht ist...

Jedenfalls hatte der erste Baum, den ich näher umrundete, ganz andere Früchte als die Ulmenfrüchte von den vorher angeguckten Bildern. Hm. Die Bäume, deren Blätter sogar noch ulmiger aussahen, trugen leider keine Früchte mehr und hatten auch keine auf dem Boden rumliegen. Nebenbei bemerkt: So genau habe ich mir Bäume noch nie angeguckt. Hähähä, Achtsamkeit, hier komme ich :o)

Ziel der Aktion: Irgendwann mal möchte ich einen Baum angucken können und sagen, wie er heißt und ein bisschen über seine Persönlichkeit und seinen Mythos und so. Mal sehen, wie weit ich damit komme, hehehe. Und wenn ich die Bäume durch habe, kommen die Piepvögel dran.

Und wenn ich mit dem Sprachkurs fertig bin, kann ich die Bäume sogar auf Platt anschnacken. So mokt wi dat. Ist ja nicht so, als hätt ich sonst nichts vor.

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Kleiner habe ich es nicht...

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