Ich mache mich jetzt mal sporadisch an die Nachträge. Heute ist die Schulzeit dran. Mein Abitur war 1992 und was glaubt Ihr wohl, ist auf allen Feierlichkeiten rauf und runter gespielt worden?
Ich übe dann derweil an meinem Chnking, damit ich das irgendwann auch mal auf der Uke spielen kann.
Mit unblocker.yt könnt Ihr auch das Original bewundern: Link...
Auch wenn ich derzeit im Ukulelenfieber bin, auf der Welt kommt kein Instument im Klang an das Cello ran. Und nichts auf der Welt toppt in dem Zusammenhang Elgars Konzert in E-Moll. Mir stehen da auf Knopfdruck die Tränen in den Augen. Sorry Klavier, sorry Beethoven, Ihr seid auf dem undankbaren zweiten Platz.
Um Brunsbüttel macht ja die Bahn seltsamerweise einen großen Bogen. Und was hier so an Bussen fährt, lässt sich auch an zwei Fingern abzählen. Früher wollte ich nie so abgelegen wohnen, jetzt habe ich den Salat.
Wenn nun Caroona zu einem Konzert in die große Stadt fährt, parkt sie gerne beim P+R Elbgaustraße und fährt mit der S-Bahn weiter, dann und wann auch mal bei dieser verdammten Station vorbei, bei der unter Garantie der Ohrwurm losgeht. In Wirklichkeit geht er auch los, wenn Caroona die S21 nimmt. Da ist gar kein Musikabspielgerät mehr vonnöten.
Aber eigentlich ist das gar nicht so verdammt, sondern vielmehr richtig schön, finde ich.
Alles Liebe
Caroona
Edit: Weil mir das dauernd im Schädel kreist, schiebe ich als Alternative noch "Saint Agnes and the burning train" von Sting nach. So. Ha.
Ich erzähle hier keine sensationellen Neuigkeiten, wenn ich sage, dass ich nicht allzu häufig Sport betreibe. Eine Zeit lang war ich aber mal ganz tapfer regelmäßig zum Walken unterwegs. Und dazu hatte ich eine Musikliste zusammen gestellt, damit das auch alles schön auf Tempo ging. Unter anderem war dieser Song mit an Bord:
Nachdem "Nordisch by Nature" schon vorweg genommen wurde, musste ich ein Weilchen umdisponieren und nachdenken. Dann also doch eher richtige Heimatmusik, das kommt davon!
Ich bin mit zwei Jahren aus Schleswig-Holstein nach Nordrhein-Westfalen verschleppt worden und habe mich von diesem Trauma lange nicht richtig erholen können, bis mich eine Fügung des Schicksals wieder in dieses wunderschönste aller Bundesländer zurück führte. Als Kind nudelte ich mit großer Begeisterung eine Platte meines Vaters ab, auf der ein Westfale mit erfreulicher Hingabe Lieber in vernünftigem Plattdeutsch singt, betitelt sinnvollerweise mit "Plattdeutsche Lieder". Das war für mich, so pathetisch sich das anhört, ein Stück musikalische Heimat.
Ein Lied darauf bezieht seinen Text aus einem Gedicht von Klaus Groth, der aus Dithmarschen kam. Damit schließt sich der Kreis, denn dreimal dürft ihr raten, wo in Schleswig-Holstein ich am Ende abgeblieben bin. Und es kommt auch genau die Wehmut rüber, die ich lange Jahre nicht im Rückblick in meine Kindheit aber mit der Sehnsucht nach Norden empfunden habe.
Es gibt ja extra Fahrstuhlmusik, so irgendwie geeignet für den Hintergrund zum Kopfmitwackeln, aber nichts extrem tanzförderndes oder textlastiges. Ich selber bin noch nie in einem Fahrstuhl gefahren, in dem Plimplim lief, aber ein Beispiel für Plimplim, den ich auch noch gerne mag, ist mir doch eingefallen. Eine der Ausnahmen aus dem Elektronikbereich, nach deren Genuss ich sehr entspannt aus dem Fahrstuhl käme.
Soso, meldet sich mehr als einen Monat nicht, und dann erst wieder, wenn es bei den 52 Songs ein Fäkalthema gibt. Ich hatte zwischenzeitlich in Erwägung gezogen, mich aus dem reichhaltigen Strauß heiterer Klänge auf der "This Toilet Earth" von Gwar zu bedienen. Aber kann ja sein, dass ich die noch irgendwann zu einem anderen Thema viel gewinnbringender einsetzen kann.
Gehen wir ein paar Jahre, ein paar ziemlich viele Jahre zurück. So um 1993, als sich ein romantisches neues Pflänzchen in Caroonas Leben ansiedelte. Und Rumschnuckeln geht noch deutlich besser mit Musik. Kuschelrock, quasi. Mein damaliger Schnuckel wählte mit Bedacht eine ganz besonders liebliche Band aus seinem Regal und ich gebe es zu, ich musste zuerst ganz lange ganz unglaublich lachen und behauptete damals noch in meinem jugendlichen Leichtsinn, die Stimme des "Sängers" klänge, als ob jemand in eine Kloschüssel reingurgelte. Wie sollte ich auch ahnen, dass ich Dekaden später jubelnd das folgende Stück in Wacken zu Kenntnis nehmen würde. Tut besonders gut, wenn ihr, wie ich, gestern abend irrtümlicherweise und aus Nettigkeit den Freundinnen gegenüber bei der Rainbow-Disco mit DJ Theo im Elbeforum wart. Nach dieser Dauerschlagerbeschallung muss ich heute erst mal meine Ohren spülen. Genug der Vorrede, hier kommt ein echter Klassiker:
Trömmtrömmtrömmtrömmtrömm, Ratterratterratter, Schraddelschraddelschraddelschraddelschraddel, Röcheeeeeeeel.... Manchmal ist es besser, wenn jemand durch die Kloschüssel singt und ich den Text nicht verstehe. Hust. Worum es wohl gehen mag, in diesem Ohrenschmeichler namens "Hammer smashed face"? Sicher irgendwas mit einem Unfall beim Heimwerken. Hoffentlich ist alles gut gegangen.
Sooooo, die vergangenen Themenbeiträge hole ich noch alle nach nebst zwei Beiträgen zur Schreibparade und dem einen oder anderen Aufsatz zur Gehirnforschung in rosa und blau. Aber erstmal ist Urlaub, yay!
Schon als Kinder waren meine Geschwister und ich daran zu erkennen, dass wir bei Gewitter nach draußen rannten und uns ein Loch in den Bauch freuten, auch ein bisschen von unserer Mutter angeregt, die dann immer so ein Yay!-Gesicht aufsetzte. Sowas prägt sehr.
Vor allem fasziniert mich die Phase vorher, wenn zu merken ist, dass sich was zusammenbraut, wenn die Luft so komisch klamm wird und alle nur noch hoffen, dass der Regen und der Rumpel kommt. Und dann am Fenster sitzen und Blitze bewundern, ist auch ein Fest. Dazu kommt noch die wissenschaftliche Komponente, wie sich Luftschichten aneinander reiben und sich Ladungen trennen und am Ende sich die Natur eine Bahn sucht, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Musikalisch hatte ich sofort die Assoziation mit Songs, deren Atmosphäre erahnen lässt: Da kommt noch was nach. Erstmal so ein bisschen ruhig angehen lassen und dann rumkrakeelen. Wie auch in meinem Vorschlag für heute. Es kommt zwar mit dem Grölen nicht allzu schlimm für meine Verhältnisse, aber ich mag das Stück gerade wegen seines Aufbaus unheimlich gerne.